Bearwood Lakes

Unsere Bewertung

6 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Gestern war ich Mitglied im Bearwood Lakes Golfclub! Für einen Tag. Ja, das gibt es auch. Der Club wurde mir wieder mal empfohlen. Diesmal vom Headpro des Henley Golfclubs auf die Frage, welches die schönsten Plätze westlich von London sind. Die meisten anderen hatte ich im Rahmen meiner „Abschiedstournee“ schon getestet. Diesen Club hatte ich mir für das Finale aufbewahrt. Da wollte ich was wirklich besonderes spielen. Naja. Fast Finale. Samstag kommt ja auch noch. Bearwood Lakes ist eigentlich ein private Member Club. Aber auf Anfrage werden auch Day Memberships verteilt. Um so eine hatte ich mich bemüht und dann letztendlich auch bekommen. Um es vorwegzunehmen. Der Tag war ein echtes Erlebnis.

Der Club befindet sich in der Nähe von Wokingham und war am vormittag sehr gut zu erreichen. Nachdem wir auf dem Parkplatz angekommen waren, suchten wir erst einmal den Proshop. War nicht so einfach. Dort sagten wir unseren Namen und der „Überfall“ begann. Rebecca. Ich kann Rebecca schwer beschreiben. Für uns war sie eine Art Naturphänomen, welches ohne Vorwarnung über einen hereinbricht. Schlank, glatte lange Haare und redete wie ein Maschinengewehr. „A warm welcome. Nice to meet you. Here is your present. This is Martin (or Fred or whatever). Here could you do this, here could you do that.“ So wurden wir innerhalb von ca. 5 Minuten durch den Club gehetzt. Danach verschwand sie und sie wart nimmer wieder gesehen. Es war alles sehr nett. Aber ich konnte kaum Luft holen. Das wichtigste hatten wir aber verstanden. Und so begannen wir dann den Tag zu geniessen.

Das Gelände, auf dem sich der Club befindet, gehörte mal zum Bearwood College. Eine Privatschule. Bearwood war bis 1921 der Sitz der Familie Walter. Diese waren die Gründer und Eigentümer der Times Zeitung. Aus finanziellen Gründen wurde zuerst alles an die Schule verkauft. In den Neunzigern brauchte dann auch die Schule Geld und ein Grossteil des Grundstücks wurde an einen Investor verkauft, der den Bearwood Lakes Golfclub als sehr exklusiven Privatclub gründete. Der Golfplatzarchitekt Martin Hawtree hat 1996 aus einem Wald einen einzigartigen Platz gebaut, der niemals langweilig ist. Schon der Blick vom Clubhaus lässt eine grosse Lust auf die bevorstehende Runde entstehen.

Unsere Runde begann recht gut. Aber wir mussten schon ab Loch 1 warten. An Loch 3 stiess dann Ed zu uns. Ed war Mitglied und sehr nett. Sehr britisch nach meinem Empfinden. Von ihm bekamen wir auch gute Tipps zu den einzelnen Löchern und schöne Geschichten (die wir aber nicht immer verstanden..). Nach 9 Loch waren wir dann wieder alleine und machten erstmal eine kleine Pause an der niedlichen Halfwayhütte. Dann ging es auf die zweiten 9. Hier waren einige Löcher am „Lake“. Nicole nannte es „malerisch“. Trifft es wohl auch am besten. Auf jeden Fall waren wir froh, auch hier manchmal warten zu müssen. Der Ausblick war ja immer toll.

Die Scores waren anständig. Die Spieler waren zufrieden und kaputt und wir hatten uns das Abendessen auf der Clubhausterasse redlich verdient. Es war also ein grossartiger Tag. Das Wetter spielte auch mit. Also perfekt für die Abschiedswoche hier in England. Samstag gibt es dann das finale Highlight. Stoke Park. Auf den Spuren von Goldfinger.

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