Belle Dune

Unsere Bewertung

5 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Ich wollte schon seit langer Zeit mal in den Nordosten Frankreichs, um dort Golf zu spielen. Bekannte schwärmten von tollen Golfplätzen, sehr gutem Essen und gutem Wein. Das alleine ist schon ausreichend Motivation für mich. In diesem Jahr haben wir dann Nägel mit Köpfen gemacht und ein paar Tage in der Region Le Touquet gebucht. Großartige Golfplatzarchitekten wie Harry Colt und Tom Simpson haben dort ihre Spuren hinterlassen. An drei Tagen spielten wir mit drei Plätze, die auch das Triumvirat genannt werden. Den Anfang macht der jüngste Platz, der auch einen guten Ruf hat: Belle Dune.

Belle Dune wurde 1992 eröffnet und von dem eher unbekannten Architekten Jean Manuel Rossi gestaltet. Aus meiner Sicht ist es heute eher ein Resort mit angeschlossenem Golfplatz. Viele Franzosen und Briten buchen hier ein paar Tage mit Ferienwohnung um Golf zu spielen und zu wandern. Der Platz liegt im/am Naturschutzgebiet der Somme Mündung, welches auch bekannt ist für sein großes Dünengebiet und die die großen Salzwiesen. Diese sind bei Flut auch meist unter Wasser. Das Gebiet ist bekannt bei Wanderern, Radfahrern und Reitern. Unser Ziel war aber der Golfplatz.

Mein Französisch ist etwas eingerostet. Daher war es ganz gut, das man an der Rezeption aufgrund der vielen britischen Touristen Englisch spricht. So konnten wir alle unsere Wünsche in Bezug auf Trolleys und anderes verständlich machen. Der Platz startet mit ein paar netten Parklandlöchern durch Kiefernwälder, die sich auch in England befinden könnten. Mir gefiel dabei, dass es einen guten Mix aus erhöhten Abschlägen und teils auch erhöhten Grüns gab. Die gefallen nicht jedem, aber ich mag so etwas. Mein Favorit in dem Parklandteil der ersten 7 Löcher war die 5. Ein mittellanges Par 4 mit einem leichten Dogleg nach rechts. Der Abschlag musste aber präzise sein, sonst kommt man auf dem Weg zum Grün nicht durch die doch recht eng gesteckten Bäume.

Die nächsten 3 Löcher bringen die Spieler dann in die namensgebenden Dünen. Und die sind, dem Namen des Platzes entsprechend, wirklich schön. Vor allem hinter der 9 sind sehr hohe Dünen im Blickfeld. Die Löcher spielen sich recht interessant und haben etwas von einem Linkskurs. Mein Favorit hier ist das kurze Par 4 der 9. Die Landezone für den Abschlag liegt hinter und rechts von einem kleinen See und ist groß genug. Der Schlag in das Grün hat beim ersten Mal etwas von einem Glücksspiel, da das Grün, welches etwas höher liegt, nicht ganz einsehbar ist.

Mit der 11 geht es dann wieder kurz zurück in den Wald. Ein nettes Loch mit erhöhtem Grün, aber nichts herausragendes. Die 12 geht dann wieder in die Dünen. Ich würde das Par 3 als das Signature Loch des Kurses bezeichnen. Knapp 135 Meter in Richtung sehr hoher Dünen auf ein in Richtung Abschlag abfallendes Grün. Schönes Loch. Am meisten Spass machte mir aber Loch 13. Ein kurzes Par 5 mit einem Dogleg links, bei dem die Landezone mit dem Abschlag nicht verfehlt werden sollte. Danach geht es über ein enges Fairway durch den Wald weiter. Das Grün ist dann vorne rechts zu 80 Prozent durch ein tiefes Tal geschützt. Zudem fällt das Grün noch etwas in Richtung des Tals ab.

Die restlichen Löcher ziehen sich dann wieder durch den Wald in Richtung des Clubhauses. Ein eher langweiliges Par 3 und eine gute Mischung aus vier unterschiedlichen Par 4s. An der 17 empfehle ich, hinter dem Grün den Aussichtspunkt zu besuchen. Hier hat man einen tollen Blick über die Dünenlandschaft und kann auch das Meer sehen, welches eigentlich ganz nah ist, aber vom Platz aus nie zu sehen ist. Erwähnenswert ist übrigens auch, dass der Kurs ein Herz für Ehepaare hat. Sie bekommen ca. 15% Rabatt auf das Greenfee. Alles in allem ist Belle Dune ein netter Urlaubsplatz mit ein paar wirklich schönen Löchern.

Gespielt am: 12.06.2017

Zusammenfassung
Gespielt am
Bewerteter Platz
Golf de Belle Dune
Bewertung
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