British Army Golfclub, Hohne

Unsere Bewertung

3 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Das war doch mal was wirklich anderes. Nachdem man den Club (unser Navi kannte ihn nicht) mit viel Mühe innerhalb eines riesigen Militärgebiets nahe Bergen gefunden hatte, fühlte man sich recht schnell als wäre man auf der Insel. Für mich war es ja auch eine Art „coming home“ nach meinen 4 Jahren in UK. Proshop hatte zu und das Greenfee wurde an der Bar bei dem sehr netten Steward gezahlt (nennt man den hier auch so?). Kurz danach ging es auch schon auf die ersten 9. Der Platz wurde 1962 entworfen und hat 9 Löcher mit 18 verschiedenen Abschlägen. Das kenne ich schon aus UK. Dort ist das Alltag. In Deutschland ist dies für mich der erste Kurs, der so gebaut ist.

Der Platz beginnt mit einem kurzen Par 4, welches nicht lang ist und nur gradeaus zu spielen ist. Dann folgt ein kurzes Par 3, bei dem man auf die Bäume rechts aufpassen muss. Bei Loch 3 zeigt sich die Vielfältigkeit von 2 verschiedenen Abschläge je Bahn am besten. Es sind vollkommen unterschiedlich zu spielende Löcher. Wobei die Bahn von der 12 gespielt für mich das Highlight war. Abschlag durch einen engen Wald, über einen Teich (besser Schlammloch) und abschliessend über einen Bach. Das hatte was. Loch 4 und 5 waren Par 5 für die Herren, die mit leichten Doglegs versehen waren (ach ja. Loch 4 war auf der zweiten Runde für Herren ein Par 4 und Loch… das würde jetzt aber zu weit ausholen). Loch 5 war ein toller Abschlag über viel Erika mit einem Dogleg nach links. Um zu Loch 6 und 7 zu kommen, musste man eine (Panzer?) Strasse überqueren. Loch 7 war nett und schwer vom Abschlag 16. Loch 8 war ein machbares Par 4 und Loch 9 war zum Abschluss ein längeres Par 3 durch den engen Wald. Man musste hier sehr grade spielen. Einen guten Eindruck, wie eng die Bahnen teils waren, gibt die Bildergalerie in meiner Picasa Galerie.

Der Platz war nicht „manikürt“ wie einige teure Plätze. Er war aber gut gepflegt und die Grüns waren schnell und anspruchsvoll. Hohes anspielen war dort nicht die beste Variante. Bump and run war meist angesagt. Und man konnte schon mal aus 20 Meter vor dem Grün den Putter nehmen. Brachte meist gute Ergebnisse. Wir hatten viel Freude. Und Karin war richtig begeistert über den Platz. Wenn man also auf der A7 Höhe Soltau unterwegs ist und Schläger und Zeit dabei hat, unbedingt spielen den Platz. Die Küche müssen wir das nächste Mal testen. Die war schon kalt nach unserer Runde. Ob die auch Fish & Chips haben…? Manchmal war es übrigens auch sehr laut. Man war halt auf einem Truppenübungsplatz. Und da fahren schon mal einige Fahrzeuge entlang, die sich etwas oberhalb der Grenzwerte für Lärmemission befinden. Aber die Panzer machen das Ganze auch zu etwas besonderem.

P.S.: Die Damen in unserem Flight haben fast immer gradeaus gespielt. Sie waren auch kaum im Wald. Auf besonderen Wunsch habe ich darauf hingewiesen.

3 Comments

  • Hermann sagt:

    Hallo,

    der Link im ersten Kommentar ist tot.

  • Torsten sagt:

    Cooler Platz. Treffenede Beschreibung.
    Ich habe in diesem Sommer dort gespielt und auch ich hatte so meine Orientierungsschwierigkeiten , bis ich endlich da war.
    Mittlerweile ist der Club selbständig geworden, da die Tommys sich ja immer mehr aus der Region sich zurück ziehen.
    http://www.bergen-hohne-golfclub.de
    Es ist wirklich interessant, 9 Löcher zweimal zu spielen und in jeder Runde einen anderen Abschlag zu haben. OK, mal sind es nur 30 Meter Unterschied. Manchmal aber komplett anders. Und mit einem Par 3 185 Meter und total schmalen Durchgang die Runde zu beenden, das hat schon was. Hinzufügen sollte man noch, daß alle Grüns S E H R klein sind! Ich fand’s klasse.

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