Bückt euch gefälligst!

Es ist mir ein Rätsel. Jedes Mal. Komme ich morgens früh endlich auf einem Grün an, dann ist der schicke Rasen voller golfballgroßer Krater. Warum? Was geht hier vor? Hinterlassen etwa Außerirdische eine Botschaft in einer invertierten Version der Brailleschrift nachdem sich die Kornkreise nicht bewährt haben? Oder sind die kleinen Löcher die Hinterlassenschaft eines irre gewordenen Maulwurfs, der nächtens wie bescheuert Salti springt und seine Schnauze in den Dreck rammt? Vielleicht handelt es sich aber auch um eine besonders aggressive Art eines fiesen Pilzes? Eines steht fest: Pitchmarken können es doch eigentlich nicht sein. Oder?

Das Entfernen der Pitchmarke war eine der ersten Etiketteregeln, die ich mir zu Herzen genommen habe. Und das nicht nur, weil ich immer besonderes stolz bin, wenn ich mal eine verursache, sondern auch, weil ich ein großer Fan von gepflegten Grüns bin. Für mich gibt es nämlich nichts Ärgerliches als einen perfekter Putt, der dank eines blöden Loches im Teppich auf die schiefe Bahn gerät. Deshalb zücke ich meine Pitchgabel nicht nur für den eigenen Einschlag, sondern entferne meist auch noch die Hinterlassenschaften anderer Spieler, die dieses wohl im Eifer des Gefechts vergessen haben. Und von diesen Damen und Herren scheint es in meinem Club in letzter Zeit immer mehr zu geben.

Golfer, die anscheinend aus Prinzip ihre Pitchmarken nicht entfernen, sollten nackt an die 150-Meter-Fahne der Driving Range gefesselt und zum Abschuss freigeben werden. Ihr Verhalten ist eine absolute Respektlosigkeit gegenüber den Mitspielern und der Arbeit der Greenkeeper. Sie gehören zu dem gleichen Menschenschlag, der auch seinen Hund in Nachbarsgarten kacken lässt und seelenruhig dabei zuschaut, wie die Mitmenschen dann in die Scheiße treten.

So. Das musste jetzt mal sein. Bückt euch, ihr faulen Säcke! Oder wartet ihr etwa darauf, dass die Golfindustrie euch einen vollautomatischen Pitchgabel-Roboter an eure elektrischen Titangehhilfen bastelt?

Hier noch mal zum NACHMACHEN! (Holländisch sollte ja wohl kein Hindernis sein)

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