Das Accenture Match Play Cheat Sheet

Ab Mittwoch treffen sich die besten 63 Spieler der Welt und Henrik Stenson in der Wüste von Arizona zum Accenture Match Play. Ein besonderes Event, schließlich gehört das Lochwettspiel auf den Profitouren der Welt zu einer längst vergessenen Kunstform. Während es bei den Amateuren immer noch häufig eingesetzt wird, um einen Sieger zu finden, üben es die Profis eigentlich nur noch hier, alle zwei Jahre auf der European Tour sowie bei den Kontinentalwettbewerben aus. Entsprechend schwierig ist es einen Favoriten auszumachen, denn die laut Weltrangliste besten Spieler der Welt müssen nicht zwangsläufig auch die besten Lochwettspieler der Welt sein. Ein guter Lochspieler zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, viele Birdies zu erzielen, keine Dummheiten zu begehen und taktisch versiert vorzugehen. Entsprechend interessant ist es, einen Blick auf die Lochspielbilanz der Teilnehmer zu werfen, im Folgenden geordnet nach den Erstrundenpartien. Anhand ihr kann man sehr schönsein eigenes Tippszenario entwerfen. Wen es interessiert: Hier ist meines.

Bobby Jones Bracket

Lee Westwood (1) vs. Henrik Stenson (64)
Auch wenn Lee Westwood beim ersten Ryder-Cup-Match Martin Kaymer die meiste Zeit auf seinen breiten Schultern getragen hat: Ein Matchplay-Experte ist er nicht. Nur 37,5% seiner 16 Matches beim Accenture Match Play hat er gewonnen, und auch seine Ryder Cup Einzelbilanz ist mit 2 Siegen und 5 Niederlagen nicht gerade berauschend.
Sein Gegner Henrik Stenson ist hingegen Spezialist. Der ehemalige Sieger des Turniers hat ebenfalls 16 Matches bei diesem Turnier bestritten, aber 75% gewonnen. Und seine Ryder-Cup-Bilanz ist mit 1-1 immerhin ausgeglichen. Allerdings: In den letzten zwei Jahren strich Stenson beim Accenture bereits in der ersten Runde die Segel. Seine jüngste Form spricht dafür, dass sich das dieses Jahr wiederholt.
Prognose: Lee Westwood

Nick Watney (32) vs. Anthony Kim (33)
Bei seinem Debüt im vergangenen Jahr warf Watney immerhin Lee Westwood raus bevor er in der 3.Runde an Retief Goosen scheiterte. Seine 2-1-Bilanz ist auch fast die einzige Leitlinie, da er bisher weder beim Ryder-, noch beim Presidents Cup teilnehmen durfte.
Anthony Kim hingegen hat bei beiden eine makellose Bilanz und gewann jeweils sein einziges Einzel. Beim Accenture stehen hingegen ein Sieg bei zwei Niederlagen zu Buche. Vor allem aber ist seine Form nicht gerade top. Zuletzt zog er zurück, davor verpasste er den Cut. Watney hingegen hat drei Top-6-Platzierungen in Folge stehen.
Prognose: Nick Watney

Retief Goosen (16) vs. K.J. Choi (49)
Mit 58% gewonnener Spiele ist Goosens Bilanz bei diesem Turnier leicht positiv, vor allem dank seiner Achtelfinalteilnahme im vergangenen Jahr. Auch beim Presidents Cup ist der Südafrikaner mit 3-2 leicht im grünen Bereich.
Choi gewann sein einziges Einzel beim Presidents Cup, aber mit 5-7 hat er beim Accenture Match Play eher eine durchwachsene Statistik vorzuweisen.
Prognose: Retief Goosen

Francesco Molinari (17) vs. Ryan Moore (48)
Francesco Molinari flog im vergangenen Jahr in der ersten Runde raus, zwang Zach Johnson dabei aber zu drei Extralöchern. Auch im Ryder Cup verlor er sein einziges Einzel in diesem Jahr – allerdings gegen einen entfesselt spielenden Tiger Woods. Jeden anderen hätte der Italiener an diesem Tag vermutlich vom Platz gefegt.
Auch Ryan Moore debütierte letztes Jahr bei diesem Turnier, verlor aber bereits nach 15 Loch gegen Ernie Els, seinerseits auch keine Matchplay-Ikone.
Prognose: Francesco Molinari

Steve Stricker (8) vs. Matteo Manassero (57)
Dass Tiger Woods Bilanz beim letzten Ryder Cup so positiv ausfiel hatte er Steve Stricker zu verdanken, der ihn ein ums andere Mal aus der Scheisse zog. Erstaunlicherweise ist Strickers Einzelbilanz in den Teamwettbewerben jedoch nicht so überragend. Beim Ryder Cup ist sie ausgeglichen, beim Presidents Cup stehen zwei Niederlagen nur einem Sieg gegenüber. Bei diesem Turnier sieht es etwas besser aus. 59% seiner 17 Spiele bestritt er siegreich, allerding flog er vergangenes Jahr etwas überraschend gegen Ross McGowan in der ersten Runde.
Matteo Manassero gibt dieses Jahr seinen Einstand. Allerdings gewann er zu Amateurzeiten, die bei ihm noch nicht besonders lang zurückliegen, die Amateur Championship, die nach dem Qualifikationswettbewerb in exakt dem gleichen Format wie dieses Turnier ausgetragen wird. Die Konkurrenz war von anderem Format, aber die Matchplay-Fähigkeiten hat er.
Prognose: Matteo Manassero

Charl Schwartzel (25) vs. Ryo Ishikawa (40)
Charl Schwartzel kam bei seinen beiden Starts zwar nie über die dritte Runde hinaus, aber er scheiterte beide Male an echten Matchplay-Schwergewichten: Stewart Cink und Ian Poulter. Zudem fühlt sich der Südafrikaner in den USA durchaus wohl, wie seine Ergebnisse zeigen.
Ishikawa hingegen hat außerhalb Japans bisher kaum Tritt gefasst. Allerdings erreichte er seine bestes Ergebnis mit einem neunten Platz ausgerechnet hier. 2010 erreichte er hier die dritte Runde, hatte mit Michael Sim und Ross McGowan aber auch nicht die forderndsten Gegner bis er an Thongchai Jaidee scheiterte.
Prognose: Charl Schwartzel

Luke Donald (9) vs. Charley Hoffman (56)
Luke Donalds Leistung in der vergangenen Woche war leicht irritierend. Erst setzte er sich an die Spitze, dann schoss er sich mit einer desaströsen Runde aus dem Cut. Die Frage ist welcher Donald am Mittwoch aufteet, aber prinzipiell liegt ihm das Matchplay-Format. 62,5% seiner 16 Matches hat er gewonnen.
Charley Hoffman debütiert beim Accenture Matchplay und hat auch noch keine Erfahrung in den Teamwettbewerben. Zwar legte der Amerikaner eine beachtliche Amateur-Karriere hin, aber die liegt schon einige Jahre zurück und auch seine 2011er-Bilanz macht nicht gerade Mut
Prognose: Luke Donald

Edoardo Molinari (24) vs. Martin Laird (41)
Beim Ryder Cup rettete sich Edoardo Molinari zu einem Unentschieden gegen Rickie Fowler, bei seinem Accenture-Debüt flog er in der ersten Runde raus – allerdings gegen Stewart Cink. Dass er Matchplay kann, bewies er allerdings 2005 als erster kontinentaleuropäischer Gewinner der U.S. Amateur Championship.
Laird kommt mit einer guten Form in das Turnier und hat 2011 bereits einen dritten Platz sowie zwei weitere Top-25-Platzierungen zu Buche stehen. Was Matchplay angeht, ist er allerdings ein recht unbeschriebenes Blatt.
Prognose: Edoardo Molinari

Gary Player Bracket

Martin Kaymer (2) vs. Noh Seung-yul (63)
Martin Kaymer kann alles – außer Matchplay. Beim Ryder Cup ging er sang- und klanglos gegen Dustin Johnson unter und beim Accenture kam er nie über die zweite Runde hinaus. Boo Weekley, Jim Furyk und Tim Clark besiegten ihn. Allesamt keine Matchplay-Giganten, aber auch keine einfachen Gegner. Kaymers Problem ist es meist in Gang zu kommen. Wenn er erst einmal eine Führung übernimmt, kann er sie gut verwalten, doch das muss er erst einmal erreichen.
Noh seung-yul tritt zum ersten Mal beim Accenture Match Play. Der koreanische Jungstar ist vielleicht das vielverprechendste Talent Asiens. Beim Match Play kann man leider nur auf die Royal Trophy vom Anfang des Jahres zurückgreifen, als er zu den wenigen Asiaten gehörte, die nicht verloren. Das Unentschieden gegen Henrik Stenson, der außer Form ist, sollte man aber nicht überbewerten. Schwerer wiegt da Nohs bisher schwache Bilanz in den USA und seine zuletzt zwei verpassten Cuts in Folke.
Prognose: Martin Kaymer

Zach Johnson (31) vs. Justin Rose (34)
Aus Zach Johnson Matchplay-Bilanz wird man nicht so richtig schlau. Zwar ist sie insgesamt leicht positiv, aber in den letzten drei Jahren kam er beim Accenture nicht über Runde zwei voraus und verlor dabei gegen Mickelson, Brian Gay und David Toms – allesamt keine angsteinflößenden Gegner. Andererseits besiegte er Graeme McDowell. Auch die Teamwettbewerbe machen nicht schlauer. Beim Ryder Cup besiegte er Padraig Harrington, beim Presidents Cup ist er noch sieglos.
Letztes Jahr durfte Justin Rose nicht teilnehmen, davor verlor er gegen Boo Weekley und Rod Pampling. Nicht gerade das ideale Bewerbungsschreiben. Insgesamt ist seine Bilanz wie bei Johnson 50:50.
Prognose: Justin Rose

Robert Karlsson (15) vs. Hiroyuki Fujita (50)
Ich muss zugeben: Bisher dachte ich, Robert Karlsson müsste ein exzellenter Matchplay-Spieler sein. Das Gegenteil ist der Fall. Von 6 Partien gewann er nur eine einzige, im Vorjahr gegen Rory Sabbatini. Die vier Teilnahmen davor fuhr er nach der ersten Runde wieder heim. Und auch im Ryder Cup ist seine Einzel-Bilanz gerade mal unentschieden.
Hiroyuki Fujitas bestes Ergebnis in den USA ist bisher ein 58. Platz. Erschwerend kommt hinzu, dass er seit 12 Wochen kein Turnier mehr gespielt hat und keine nenneswerte Matchplay-Erfahrung besitzt. Und im Zweifelsfall entscheide ich mich immer gegen das Unbekannte.
Prognose: Robert Karlsson

Hunter Mahan (18) vs. Sean O’Hair (47)
Hunter Mahan wird wohl für immer mit seinem gehackten Chip im finalen Match des Ryder Cups 2010 verbunden sein. Diese Matchplay-Scharte würde er zu gerne bei diesem Turnier ausmerzen. Allerdings gewann er beim Accenture bisher nur zwei seiner fünf Spiele – mit Schwartzel, McIlroy und Stricker verlor er allerdings immer gegen hervorragende Matchplay-Gegner.
2009 schaltete Sean O’Hair auf seinem Weg ins Viertelfinale immerhin Adam Scott und Ian Poulter aus, bevor er sich Paul Casey geschlagen geben musste. Vergangenes Jahr hatte er mit Stewart Cink ähnliches Pech. Aber mit einer 5:2-Bilanz bei diesem Event und ungeschlagen im President’s Cup ist er für eine Überraschung gut.
Prognose: Sean O’Hair

Rory McIlroy (7) vs. Jonathan Byrd (58)
Rory McIlroy hat die Aura eines exzellente Matchplay-Spielers und die Statisitik bestätigt dies. Gleich bei seiner ersten Teilnahme hier drang er ins Viertelfinale vor, letztes Jahr verlor er zwar gegen Oliver Wilson, doch der ist tatsächlich gut in dieser Spielform.
Auch Jonathan Byrd hat eine positivie Bilanz. Bei seiner einzigen Teilnahme kam er gleich in die dritte Runde, verpasste Ernie Els und Andres Romero eine Klatsche und verlor am Ende erst gegen den späteren Dritten, Henrik Stenson. Das Match könnte spannender werden als es auf dem Papier aussieht. Einzig dass Byrd zuletzt zwei Cuts verpasste gibt den Ausschlag.
Prognose: Rory McIlroy

Adam Scott (26) vs. Ben Crane (39)
Adam Scott hat eine sehr gute Bilanz bei diesem Turnier. 61% seiner 23 Turnier bestritt er siegreich und es würde vermutlich noch besser aussehen, wenn er 2010 nicht in Runde zwei auf den späteren Sieger Ian Poulter getroffen wäre.
Ben Crane hat einen großen Vorteil. Er spielt so langsam, dass er seine Gegner damit entnerven kann. Ob das der Grund ist, dass seine Matchplay-Bilanz leicht positiv ist? Allerdings kam er 2010 nur in die zweite Grunde weil Henrik Stenson krankheitsbedingt aufgab.
Prognose: Adam Scott

Jim Furyk (10) vs. Ryan Palmer (55)
Jim Furyk hatte einen eher schwachen Start ins Jahr 2011, hat sich bei Ryder- und Presidents Cup allerdings als zuverlässiger Punktelieferant erwiesen und jeweils 4 von 6 Matches positiv entschieden. Beim Accenture Matchplay sieht es aber nicht ganz so gut aus: 10 Siege bei 10 Niederlagen.
Ryan Palmer debütiert in diesem Jahr und hat auch noch keinerlei Cup-Erfahrung. Sein Start ins Jahr war allerdings leicht besser als bei Furyk.
Prognose: Ryan Palmer

Miguel A Jiménez (23) vs. Yuta Ikeda (42)
Miguel Angel Jimenez war noch nie gut im Matchplay. Beim Ryder Cup gewann er bisher lediglich ein Einzel, drei gingen verloren. Und auch bei diesem Event konnte er sich früher als gewünscht mit einer Zigarre in die Badewanne legen. Nur 37,5% der 16 Spiele konnte er siegreich bestreiten. Allerdings verlor er auch meist gegen gute Gegner: Zuletzt Oliver Wilson, Camilo Villegas und Stewart Cink.
Yuta Ikeda trat letztes Jahr zum ersten Mal an und wurde gleich von Nick Watney mit einem Arschtritt nach Hause geschickt. Da sein Aufwärmwettbewerb bei der Northern Trust Open mit Platz 62 auch nicht gerade optimal verlief, stehen die Chancen des jungen Japaners schlecht.
Prognose: Miguel-Angel Jimenez

Sam Snead Bracket

Tiger Woods (3) vs. Thomas Bjorn (62)
82% So sieht die Gewinnbilanz von Tiger Woods in seinen 39 Begegnungen beim Accenture Match Play aus. Kombiniert man dies mit seiner 4-1-Bilanz beim Ryder Cup und dem 4-2 beim President’s Cup ist Tiger Woods eine echte Matchplay-Macht. Das Problem: Er ist nicht mehr der gleiche Tiger Woods, also kann man die Vergangenheit vergessen. Allerdings könnte ihm das Matchplay-Format aufgrund seines derzeitigen Auf und Abs vielleicht sogar besser für ihn geeignet sein.
Thomas Björn durfte schon lange nicht mehr bei diesem Turnier teilnehmen, zuletzt war er 2007 am Start und senkte seine Bilanz durch eine Erstrundenniederlage gegen Trevor Immelman auf 4:6.
Prognose: Tiger Woods

Geoff Ogilvy (30) vs. Padraig Harrington (35)
Geoff Ogilvy ist bei diesem Turnier wie Tiger Woods – nur ohne Formkrise. Der zweimalige Sieger hat 86% seiner 21 Matches gewonnen und dazu noch eine perfekte President’s Cup Bilanz.
Padraig Harringtons Berufung ins Ryder-Cup-Team 2010 war umstritten, auch aufgrund seiner durchwachsenen Matchplay-Bilanz, die sowohl beim Ryder Cup als auch hier bei etwa 50-50 liegt. In den letzten zwei Jahren flog Harrington allerdings bereits in der ersten Runde – und zwar gegen so Schwergewichte wie Jeev Milka Singh und Pat Perez.
Prognose: Geoff Ogilvy

Dustin Johnson (14) vs. Mark Wilson (51)
Wer gesehen hat, wie Dustin Johnson beim Ryder Cup Martin Kaymer verprügelt hat, muss ihn für einen Matchplay-Teufelskerl halten. Das war allerdings sein erster nennenswerter Sieg. Bei seinen zwei Starts in Arizona verlor er jeweils in der ersten Runde gegen Camilo Villegas und Steve Stricker. Dazu wurde er 2007 beim Walker Cup von Rhys Davies im Einzel vermöbelt.
Als einziger Spieler mit zwei Saisonsiegen kann man Mark Wilson durchaus eine gute Form unterstellen. Allerdings ist er im Matchplay noch relativ ungeprüft und muss vermutlich 2-3 Schläger mehr ins Grün spielen, da Johnson 30 Yards länger ist.
Prognose: Dustin Johnson

Bubba Watson (19) vs. Bill Haas (46)
Bei Bubba Watson muss man abwarten wie seine Bauchverletzungen ausgeheilt ist, die ihn zur Aufgabe bei der Northern Trust Open zwang. Er ist das erste Mal bei dem Turnier dabei, bekleckerte sich beim Ryder Cup allerdings nicht mit Ruhm als er gegen Miguel-Angel Jimenez mit 4&3 vom Platz geschickt wurd.
Auch Bill Haas debütiert in diesem Jahr. Er hat allerdings eine höchsterfolgreiche College-Karriere hinter sich, die ihm auch das eine oder andere Matchplay abverlangte. Zudem kommt er mit einer äußert guten Form nach Arizona.
Prognose: Bill Haas

Paul Casey (6) vs. Richard Green (59)
Die ersten Jahre war Paul Casey bei diesem Event gar nicht mal so erfolgreich: 5 Siege und 6 Niederlagen. Doch seit 2009 hat er den Dreh raus und schaffte es beide Male bis ins Finale.
Der Australier Richard Green ist das genaue Gegenteil. Vier Erstrundenniederlagen hat er zu Buche stehen. Auf dem Papier das einseitigste Duell des ersten Tages.
Prognose: Paul Casey

Kim Kyung-Tae (27) vs. Jason Day (38)
Kim Kyung-Tae hat mit einem verpassten Cut bei der Northern Trust Open nicht gerade die beste Referenz gebracht. Wie viele Spieler aus Asien tritt er nur selten und meist wenig erfolgreich in den USA an. Beim Accenture Match Play debütiert er in diesem Jahr, allerdings gewann er 2006 die Japan Amateur Championship, die ihre Top 32 durch Matchplay entscheidet.
Mit Jason Day trifft er ebenfalls auf einen Rookie, dessen letzte Matchplay-Erfahrungen auch im Junior- und Amateur-Bereich lagen. Und genau wie Day verpasste er letzte Woche auch den Cut.
Prognose: Kim-Kyung Tae

Ernie Els (11) vs. Jeff Overton (54)
10 Siege und 11 Niederlagen, das ist die Bilanz von Ernie Els bei diesem Turnier und auch beim Presidents Cup kann man eine Münze werfen um seinen Erfolg zu ermitteln. Vergangenes Jahr verlor er gegen Retief Goosen, 2009 gegen Stewart Cink nachdem er zuvor Stricker und Luke Donald rausgeworfen hatte. Allerdings gab es 2008 kräftig von Jonathan Byrd auf die Mütze.
Jeff Overton hat sich beim Ryder Cup als „Boom Baby“ verewigt und gewann sein Einzel gegen Ross Fisher. Das war es zwar auch mit Matchplay-Erfahrung in seiner Profikarriere, eine gute Visitenkarte war es aber allemal.
Prognose: Jeff Overton

J.B. Holmes (65) vs. Camilo Villegas (43)
J.B. Holmes hat doppelt Glück. Erst einmal, dass er in das Turnier gerutscht ist, dann dass Tim Clark so spät zurückgezogen hat, dass er nicht am Ende eingeordnet wurde. Eigentlich hätte er nämlich gegen Lee Westwood antreten müssen. Das widerfuhr ihm nämlich 2008 als er reinrutschte und gegen Tiger Woods keine Chance hatte. Im gleichen Jahr gewann er allerdings sein Ryder-Cup-Einzel gegen Sören Hansen. Ansonsten muss man für seine Matchplay-Erfahrung zum Walker Cup 2005 zurückgehen, wo er erst Gary Wolstenholme besiegte und im zweiten Einzel sang- und klanglos unterging.
Camilo Villegas hingegen hat mehr Erfahrung bei diesem Turnier – mit steigender Erfolgstendenz. 2008 flog er noch in der ersten Runde raus, 2009 musste er sich in Runde 3 dem späteren Sieger Geoff Ogilvy geschlagen geben. Letztes Jahr revanchierte er sich auf seinem Weg zum dritten Platz dafür an Ogilvy.
Prognose: Camilo Villegas

Ben Hogan Bracket

Phil Mickelson (4) vs. Brendan Jones (61)
Phil Mickelson hängt ein Makel als Matchplay-Versager an seitdem er letztes Jahr beim Ryder Cup das Label des Spielers mit den meisten Niederlagen in der Geschichte erhielt. Doch der Schein trügt etwas. In den Ryder Cup Einzeln ist seine Bilanz immerhin ausgeglichen, einzig beim Presidents Cup sieht es schlechter aus. Beim Accenture Match Play jedoch hat er immerhin 60% seiner 25 Matches gewonnen und strich bei seinem letzten Auftritt, 2009, erst in Runde 3 gegen Stewart Cink die Segel.
Brendan Jones hat es bei diesem Turnier nicht leicht. 2008 musste er gegen Adam Scott ran, 2009 gegen Tiger Woods. Beide Male war die erste Runde Endstation. Es wäre ein Wunder, würde es dieses Jahr anders ausgehen.
Prognose: Phil Mickelson

Rickie Fowler (29) vs. Peter Hanson (36)
Rickie Fowler darf zum ersten Mal bei diesem Turnier antreten, bewies beim Ryder Cup aber mit einem beeindruckenden Comeback seine Matchplay-Klasse. Die stellte er zuvor schon beim Ryder Cup unter Beweis als er drei seiner vier Einzel gewann.
Peter Hanson ist zum dritten Mal in Folge dabei – allerdings mit bescheidenem Erfolg. 2008 verlor er in der ersten Runde gegen Vijay Singh, 2010 gegen Robert Allenby. Nur 2009 lief es etwas besser bis er in Runde 3 auf Paul Casey traf.
Prognose: Rickie Fowler

Matt Kuchar (13) vs. Anders Hansen (52)
Man sollte sich nicht davon täuschen lassen, dass Matt Kuchar beim Ryder Cup gegen Ian Poulter nach 14 Loch nach Hause geschickt wurde, prinzipiell ist der Amerikaner beim Matchplay nicht schlecht. Sonst hätte er kaum 1997 die U.S. Amateur gewonnen. Bei seinem einzigen Auftritt beim Accenture verlor er gegen Jeev Milka Singh nachdem er Anthony Kim rausgeworfen hatte.
Anders Hansen mag beim Qatar Masters gut abgeschnitten haben, aber eine Matchplay-Größe ist er bei weitem nicht. Vier Starts hat er bei diesem Turnier, drei Mal flog er in der ersten Runde raus. Sein einziger Sieg war 2010 gegen Lucas Glover
Prognose: Matt Kuchar

Louis Oosthuizen (20) vs. Bo Van Pelt (45)
Louis Oosthuizen ist kein Matchplay-Spezialist. Schon auf Amateur-Ebene kamen die Siege des Open Champions vorwiegend im Zählspiel zustande. Sein einziges Match beim Accenture verlor er 2009 gegen Rory McIlroy.
Bo Van Pelt, der dieses Jahr debütiert, hat eine ähnlich spärliche Matchplay-Historie. Vor allem aber hat er in diesem Jahr bei fünf seiner Starts vier Mal den Cut verpasst. Die Form fehlt.
Prognose: Louis Oosthuizen

Graeme McDowell (5) vs. Heath Slocum (60)
Graeme McDowell gilt seit seinem nerenstarken Finale beim Ryder Cup als echter Matchplay-Gigant. Das mag helfen weil seine Gegner das auch denken, die Zahlen untermauern dies allerdings nicht, denn die Bilanz ist nur beim Ryder Cup gut. Beim Accenture gewann er lediglich eines seiner vier Spiele, die letzten zwei Jahre beendeten Luke Donald und Zach Johnson nach 17 Loch seinen Auftritt und auch beim Walker Cup 2001 verlor er sein einziges Einzel.
Heath Slocum hat nach eigener Aussage das letzte Mal 1995 ein Matchplay bestritten. Keine idealen Voraussetzungen, zumal Slocum mit drei verpassten Cuts in Folge auch keine gute Form besitzt.
Prognose: Graeme McDowell

Robert Allenby (28) vs. Ross Fisher (37)
Robert Allenby hat in etwa eine ausgeglichene Bilanz beim Accenture Match Play (9:10). Seine Presidents-Cup-Bilanz (1:3) weist jedoch eindeutig auf Schwächen im Match Play hin und die letzten zwei Jahre verlor er jeweil gegen einen Engländer.
Einer davon war Ross Fisher. 2009 warf er Allenby auf seinem Weg ins Halbfinale in der 1.Runde raus. Dieses Jahr erklärt auch Fishers gute Bilanz bei diesem Turnier, 2010 war jedoch auch für ihn in der ersten Runde Endstation gegen Thongchai Jaidee. Für die Revanche gegen Allenby sollte er dennoch gut gerüstet sein.
Prognose: Ross Fisher

Ian Poulter (12) vs. Stewart Cink (53)
Ian Poulter ist nicht nur Titelverteidiger. Bei jedem Ryder Cup beweist er, dass er ein Matchplay-Tier ist: noch kein Einzel ging verloren. seine Erfolgsbilanz beim Accenture Match Play: 72% bei 25 Auftritten.
Stewart Cink hat sogar noch sechs Auftritte mehr und trotzdem mit 66% Siegen eine beeindruckende Bilanz. Vor allen Dingen sein putten macht ihn zu einem unbequemen Gegner, was er auch beim Ryder Cup bewies als er in den Vierern die Europäer entnervte – auch wenn seine Einzelbilanz (1:3) nicht danach aussieht. Beim Presidents Cup hingegen ist er mit 3:1 Einzelsiegen sehr verlässlich.
Prognose: Stewart Cink

Alvaro Quiros (21) vs. Y.E. Yang (44)
Alles was man über Alvaro Quiros wiisen muss, zeigte er in Dubai. Er kann Birdies und Eagles ohne Ende machen, aber seinen Gegner auch Löcher mit Doppel- und Triplebogeys schenken. Diese wilde Natur erklärt wohl auch, warum er in den letzten beiden Jahren immer schon in der ersten Runde scheiterte, erst gegen Stephen Ames, dann gegen Mike Weir. Von daher dürfte er schon froh sein, dass er dieses Jahr gegen keinen Kanadier antreten muss.
Y.E. Yang hat ebenfalls keine berauschende Matchplay-Bilanz – zumindest offiziell nicht. Doch die Schlussrunde der PGA Championship 2009 war nichts anderes als eine Matchplay-Situation zwischen ihm und Tiger Woods, die Yang entgegen aller Erwartungen triumphal bestand.
Prognose: Y.E. Yang

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