Der Höhepunkt – Pasatiempo

Unsere Bewertung

8 Reisegolfer

8 Linksgolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Was für ein Golfplatz! Ich hatte mich zwar lange auf den Platz gefreut, aber die Wirklichkeit hat meine Vorstellung übertroffen. Und was hatten wir wieder ein Glück mit dem Wetter. Blauer Himmel und kaum eine Wolke. Ich hatte vorher gelesen, dass dies ein Kurs speziell für „Walker“ ist. Daher hatte ich auch kein Cart bestellt. Wegen des (immer noch) lädierten Fusses hätte ich auch ein Electric Push Cart genommen, aber die waren leider ausgebucht. Also Bag auf den Rücken und los zum ersten Tee.

Der Kurs wurde 1929 mit einem gemischten Vierer mit Marion Hollins (Woman US Amateur Champion 1921), Cyril Tolley (damals British Amateur Champion), Glenna Collet (amtierende Woman US Amateur Champion) und Bobby Jones (der Tiger Woods seiner Zeit) eröffnet. Gebaut wurde der Kurs von Alister MacKenzie. Das ist der, der u.a. Augusta und Cypress Point gebaut hat. Also keine schlechten Plätze. Pasatiempo war von mir gewählt worden, weil es einer der wenigen Plätze von Dr. MacKenzie in den USA ist, der zugänglich ist (die UK Plätze von ihm sind alle für jedermann zu spielen). Und der Mann hat eigentlich nur tolle Plätze gebaut.

Nicole und ich also am ersten Abschlag und warten auf den Starter. Vor uns war ein männlicher Vierer-Flight mit E-Carts, die aber irgendwie nicht weiter kamen. Irgendwann waren wir dran und der Starter deckte uns mit verschiedenen Dingen wie Course-Planner, Tees, Ball Markern, complementary Handtuch und Scorecard ein. Interessanterweise startete Nicole zuerst. Für sie war es ein Par 5 und für mich ein Par 4 (Lady schlagen ging hier also nicht). Der Abschlag war übrigens auf einer Anhöhe mit einem tollen Blick auf die Bucht von Monterey. Da kann man einfach nicht schlecht schlagen… Die ersten 9 wir also mit unseren Bags immer hinter den Herren mit den Carts her (Gott, was waren die langsam…). Die ersten 9 waren ganz ok. Toll waren die Par 3 Löcher und die Bunker. Aber, ganz ehrlich, es war bis dahin nichts herausragendes. Spass machte es aber trotzdem. Richtig klasse wurde es dann ab Loch 10.

Dort standen wir dann vor einer Schlucht und staunten. Die Schlucht war zwischen 100 und 150 Meter breit. Je nachdem, wo man hin wollte. Hinter der Schlucht sah man ca. 50 Meter Fairway und einen Hügel. Wohin es danach ging, wusste man nur, wenn man den Platz schon mal gespielt hat. Hinter dem Hügel ging es abwärts und nach links abfallend. Platzkenntnisse helfen hier. Ich hatte meinen Ball schön nach rechts gespielt. Leider muss er wohl noch auf die andere Fairwayseite ins Rough gerutscht sein… Ich musste lange suchen… Die Löcher 11-15 waren alle besonders und individuell (Birdie an der 13). Aber richtig toll wurde es an Loch 16. Der persönliche Favorit von Dr. MacKenzie. Erst spielt man blind ein Fairway an, welches laut unserer Begleitung (seit Loch 13 waren wir zu viert) stark nach links abfällt. Wenn man dann seinen Ball erreichte, sah man, dass das Grün hinter einem tiefen Graben lag. Aber damit waren die Herausforderungen noch nicht zu Ende. Wenn man das Grün dann erreichte, war noch nicht sicher, dass der Ball auch auf diesem liegen blieb. Das Grün hatte 3 Ebenen und diese waren auch nicht immer grade. Nachher hörte ich, dass es Mitglieder gibt, die das Grün für unspielbar halten. Verstehe ich nicht. Ich habe nur 2 Putts gebraucht… 😉 Aber ganz ehrlich halte ich dies für eines der schwersten (und besten) Löcher, die ich je gespielt habe.

Krönender Abschluss war das Par 3 an der 18. Über einen tiefen Graben auf ein mit Bunkern gut geschütztes Grün. Es macht einfach Spass, solche Löcher spielen zu dürfen. Vergesst also Pebble Beach (zu teuer) und spielt Pasatiempo, wenn ihr hier seid. Es ist zwar auch kein Schnäppchen, aber jeden Dollar wert. Eine Runde hier bereut niemand. Ich könnte hier noch viel und lange schwärmen, aber ich möchte auch niemanden langweilen. Schaut Euch die Bilder im Album an. Die geben vielleicht einen Teil meiner Eindrücke wieder. Der Platz hat sich in meine Top 5 gespielt.

Pasatiempo

1 Comment

  • rebel sagt:

    Was bin ich Neidisch, die Bilder sind ein Traum und die locken mehr als ich mir denken konnte.

    Ich habe gleich mal noch einen link von meinem Blog rüber gesetzt.

    bis denne
    rebel

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