Die Puttmatte

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Normalerweise bin ich nicht der Typ, der viel Zeit in Üben investiert. Ich spiele lieber. Im Sommer habe ich zwar regelmäßig Training mit der Betriebssportgruppe, aber das ist es auch schon. Manchmal auf die Range, aber bloß nicht übertreiben. Deshalb lehne ich für gewöhnlich generell auch Anfragen ab, ob ich nicht irgendein neues Gadget ausprobieren möchte. Da jedoch die Reisegolferin und ich in dieser Saison Schwächen beim putten hatten, machte ich einmal eine Ausnahme als die Anfrage kam, ob ich nicht mal eine Puttmatte testen möchte. Ja. Warum eigentlich nicht?

IMG_8521Nachdem das Unboxing, wie es ja nun auf neudeutsch heißt, beendet war, ging es erstmal darum, einen geeigneten Standort für die Matte zu finden. Denn man muss schon etwas Platz haben, um sie unterzubringen, schließlich misst die Matte 4 Meter in der Länge und 90 cm in der Breite. Idealmaße, um den Flur mit einer Rollrasenschicht zu versehen. Die Länge passt perfekt und am Ende sorgt ein Teppich sogar für eine „natürliche“ Unebenheit.

Und damit kommen wir auch leider schon zum ersten kleinen Makel. So flach und eben wie die Matte in einem normalen Wohnzimmer/Flur ist, ist leider kaum ein natürliches Grün. Das wird aber durch hervorragende Spurtreue ausgeglichen. Wer also seine Geschwindigkeit zu Hause üben möchte, für den ist die Matte genau das Richtige. Mit der Matte kann man sehr gut seine Distanzen unter 3 Meter üben.

    

Doch auf der Webseite wird die Matte nicht nur als ideale Puttinghilfe empfohlen, auch das Chippen soll man damit im Winter trainieren können. Aber ehrlich gesagt ist dafür entweder mein kurzes Spiel nicht geeignet, oder die Matte. Vermutlich muss man schon ein sehr guter Golfer sein, um dieses Feature voll zu nutzen. Zusammen mit der Matte wird auch ein Ziel angeboten. Eine runde Vorrichtung, der sogenannte „Putt-Snapper“, der gute Putts aufnimmt, wird mitgeliefert. Leider wird der Ball allerdings bei einem erfolgreichem Putt nicht zurückbefördert, wie es andere Anbieter im Programm haben.


Und dafür ist dann der Preis von saftigen 339 Euro dann doch schon ein wenig übertrieben. Klar, die Verarbeitung ist absolut hochwertig, was man alleine auch schon am Gewicht von 11 Kilogramm sehen kann. Doch braucht man dies wirklich im Winter? Was die Geschwindigkeit der Putts angeht, muss man sich ohnehin immer von Platz zu Platz umstellen – ein nachhaltiges Üben ist nur schwer möglich. Das Wichtigste, was man im Winter üben kann, ist daher sauber durch den Ball zu gehen und die Putts auf Linie zu halten. Dies gewährleistet die Matte durch ihre hohe Spurtreue auf jeden Fall. Allerdings gibt es auch deutlich günstigere Matten mit Hilfslinien und anderen Spielereien, bei denen man ebenfalls auf den ersten Blick sehen kann, ob der Putt sauber getroffen wurde oder regelmäßig zur einen oder anderen Seite abdriftet. Dafür den Preis eines Drivers hinblättern zu müssen, ist dann schon eine Investition, die man sich zwei Mal überlegt.

Fazit: Die Matte ist ein nettes Gadget für Golfer, die auch sonst viel üben, nicht auf den Euro achten müssen und es im Winter und zu Hause auch nicht lassen können. Genug Platz haben sollte man auch. Golfer, die lieber auf dem Platz spielen, sollten sich es gut überlegen, die Investition zu tätigen.

Disclaimer: Die Matte wurde mir zum Testen zur Verfügung gestellt und anschliessend an den Vertreiber zurückgeschickt.

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