Songs des Jahres 2015: Golf-Edition

Über die Songs des Jahres 2015 hat jeder seine eigene Meinung. Was dem einen Helene Fischer ist, ist dem anderen nun mal Rammstein. Und so findet sich natürlich auch auf den Playlists der Golfer alles von Country über Pop bis zu Alt-Rock und Heavy Metal. Doch was äaren für Martin Kaymer, Tiger Woods, Lydia Ko und Co. die Songs des Jahres 2015? Wir haben uns dazu mal Gedanken gemacht und herausgesucht, welche 30 Songs symbolisch für das Jahr der Stars stehen.

Alan Parsons Project: Old and Wise

Gewählt von: Tiger Woods
2015 war kein Jahr, das bei Tiger Woods in guter Erinnerung bleiben wird. Kein Sieg, erneute Rücken-OP, erneute Reha, eine 4 beim Alter vorne und die einsetzende Realisierung, dass es das vielleicht mit der Karriere gewesen sein könnte. In solchen Zeiten fängt man an reflektiv zu werden – und genau das tat Tiger im wohl bemerkenswertesten Interview seiner Karriere.

Eric Clapton: Layla

Gewählt von: Dustin Johnson
Warum Dustin ausgerechnet Layla aus dem reichhaltigen Oeuvre von Eric Clapon als seinen Lieblingssong hat? „Because Cocaine gets you suspended“

Aaliyah: Age ain’t nothin but a number

Gewählt von: Bernhard Langer
Ein neues Jahr, ein neuer Charles Schwab Cup. Mit seinem fünften Senioren-Major (und vier weiteren Top-6-Resultaten in den anderen Majors) legte er die Grundlage für seinen dritten Erfolg im Charles-Schwab-Cup (Rekord), den fünften Titel als Spieler des Jahres (Rekord) und den siebten Arnold Palmer Award für das meiste Preisgeld (Rekord).

Dendemann: Petze

Gewählt von: Suzann Pettersen
Petze, Petze ging in Laden,
Wollte den Solheim Cup haben,
Solheim Cup den gab es nicht,
Petze Petze ärgert sich,
Ärgert sich den ganzen Tag,
Hat vor Gram Sorry gesagt.

The Killers: Great Big Sledge

Gewählt von: Phil Mickelson

Katy Perry: Teenage Dream

Gewählt von: Lydia Ko
2015 war ein wegweisendes Jahr für die Neuseeländerin: Sie wurde Weltranglistenerste, feierte ihren 18. Geburtstag, gewann ihr erstes Major und wurde damit zum jüngsten Major-Sieger im Golf seit 1868.

One Direction: Little Things

Gewählt von: Martin Kaymer
„Es fehlen meist nur Kleinigkeiten“ (Martin Kaymer, 10.4.2015)
„Es sind halt viele, viele Kleinigkeiten“ (Martin Kaymer, 14.4.2015)
„Ich werde jetzt bis zu der Open noch an den ein oder anderen Kleinigkeiten arbeiten“ (6.7.2015)
„Ich muss hier und da an Kleinigkeiten arbeiten, aber das ist nichts, weshalb ich mich sorgen müsste“ (4.10.2015)

Jason Derulo: Vertigo

Gewählt von: Jason Day
Es war einer der schockierendsten Momente des Golfjahres 2015: Jason Day kollabierte in der zweiten Runde der U.S. Open kurz vor dem letzten Grün mit Gleichgewichtsstörungen. Zum Glück stellte sich später heraus, dass es lediglich eine Ohrinfektion und keine Erkrankung am Gehirn war. Day erholte sich schnell und holte kurz darauf das erste Major seiner Karriere, dennoch war es ein Moment, der nicht nur ihm noch lange in den Gliedern steckte.

Rilo Kiley: Close Call

Gewählt von: Jordan Spieth
Sechs Schläge, sechs kümmerliche Schläge fehlten Jordan Spieth um als erster Spieler der Moderne den Grand Slam einzufahren. Wie nah das ist? Selbst Tiger Woods fehlten bei seinem Dreifachmajor-Jahr 2001 sieben Schläge um auch den vierten Titel zu holen. Seit die PGA Championship ein Zählspiel ist, war nur ein Spieler jemals näher dran: Jack Nicklaus fehlten 1975 lediglich fünf Schläge um alle vier Titel zu holen.

Eminem: Above the Law

Gewählt von: Rory McIlroy
Seit Seve Ballesteros gab es wohl keinen Spieler mehr, der so wichtig für die European Tour ist, wie Rory McIlroy. Doch anders als Ballesteros ist McIlroy die European Tour nicht so wichtig. Der Nordire sieht sich als globaler Spieler, will vor allen Dingen in den USA brillieren. Aus diesem Grund hält McIlroy die Zügel in der Hand. Nicht die European Tour schreibt ihm die Regeln vor, er kann der European Tour die Regeln vorschreiben. Und so durfte er auch den großen Scheck für das Race to Dubai einstreichen, obwohl er sich eigentlich nicht mal hätte qualifizieren dürfen, weil er die Mindeststarts verfehlte. Auf der European Tour steht McIlroy nun mal über dem Gesetz.

U2: Sunday Bloody Sunday

Gewählt von: Maximilian Kieffer
Von Donnerstag bis Samstag ist der Deutsche mindestens einer der Top 25 Spieler der European Tour. Am Sonntag hingegen ist er wie ausgewechselt. Bei der Open de France rutschte er mit einer 76 von 2 auf 10, beim Nordea Masters mit einer 75 vom alleinigen Zweiten auf den geteilten Dritten, bei der Irish Open mit einer 77 vom geteilten Zweiten auf den geteilten 8. In der gesamten Saison gewann Kieffer 730.000 Euro, allein diese drei Runden haben ihn 529.000 Euro gekostet.

ABBA: Money Money Money

Gewählt von: Keith Pelley
Der neue European-Tour-Chef sorgte in den ersten Wochen seiner Amtszeit für mehr Wirbel als sein Vorgänger George O’Grady während seiner gesamten Regentschaft. Pelley will einzig und allein Kohle haben und schreckt dabei nicht davor zurück, bewährten Geldgebern vor den Kopf zu stoßen. Mit Erfolg: Alleine die Versteigerung des Ryder Cups 2022 erhöht die Preisgelder der European Tour um über 60 Millionen Euro.

Bon Jovi: Livin‘ on a Prayer

Gewählt von: Zach Johnson
Machen wir uns nichts vor: Zach Johnsons Playlist ändert sich vermutlich so häufig wie seine Frisur. Und so hat sich sicherlich auch seit seinem 10. Geburtstag sein Lieblings-Song nicht geändert. Damals hörte Zach bestimmt vor dem Kirchgang in einer seiner rebellischen Phasen böse, laute Musik. Oder zumindest das, was man in Iowa dafür hält. Aber da er sich mit dem Herrn im Himmel nicht ganz verscherzen wollte, musste es zumindest ansatzweise einen religiösen Anstrich haben. Also fiel die Wahl auf Livin‘ on a Prayer von Bon Jovi.

Tokio Hotel: In Your Shadow (I can Shine)

Gewählt von: Justin Thomas
Der beste Kumpel von Jordan Spieth ist spätestens mit seinem Sieg bei der CIMB Classic endgültig aus dem Schatten des „Golden Childs“ herausgetreten und darf sich als Weltranglisten-38. im nächsten Jahr endlich auch bei den Majors mit seinem Buddy messen.

Tim McGraw: Overrated

Gewählt von: Rickie Fowler
In der jährlichen anonymen Umfrage unter Profigolfer kürten 24% der Befragten Rickie Fowler zum überschätztesten Spieler. Und was macht Rickie? Er sagt „Leckt mich“ und gewinnt sechs Tage später die Players Championship.

Fler feat. Alsmann und Böhmermann: Mit dem BMW

Gewählt von: Hans-Joachim Nothelfer und Claus Kobold
Für den ehemaligen DGV-Präsidenten Nothelfer und seinen Nachfolger Kobold gab es für die Ryder-Cup-Bewerbung einen, den sie unbedingt dabei haben wollten: die Bayerischen Motoren Werke. Und so beauftragte man den Turnierleiter der BMW International Open mit der Bewerbung und machte auch sonst alles, um den Werbepartner zufrieden zu stellen. Das Ziel wurde dennoch verfehlt.

Bob Marley: Hypocrites

Gewählt von: Gary Player
Was ließ der Südafrikaner für eine Hasstirade gegen den U.S. Open Austragungsort Chambers Bay los. Dass ausgerechnet der Mann, der in der Wüste von Abu Dhabi einen fast 7600 Yard langen Platz baute, tobte, der braune Platz sei ein zu langer und zu schwerer Wasserverschwender war einfach nur beschämend.

Notorious B.I.G.: Running your Mouth

Gewählt von: Donald Trump
Donald Trump war schon immer ein Mann der Fettnäpfchen und markigen Worte. Doch seit er sich entschlossen hat, um die republikanische Bewerbung für das US-Präsidentenamt zu konkurrieren, hat er die Taktzahl noch einmal deutlich erhöht. Hier zehn seiner peinlichsten Aussagen des Jahres, die dafür gesorgt haben, dass etliche Turniere bereits von Trump-Plätzen zurückgezogen wurden.

James Brown: Living in America

Gewählt von: Marcel Siem
Der Deutsche wollte seine komfortable Situation mit der sicheren European-Tour-Karte für 2016 nutzen, um seinen großen Traum vom Leben und Spielen in den USA zu erfüllen. Notfalls auch mit der Brechstrange. Und so versuchte er sich vergeblich an Monday Qualifiernm und als zum Ende der Saison die Form fehlte, verpasste er nicht nur das Finale um das Race to Dubai, er fiel in der Weltrangliste auch noch so weit zurück, dass Alex Cejka ihm den Olympiastartplatz wegschnappen könnte.

Demi Lovato: Really don’t Care

Gewählt von: Paul Casey
Wäre Paul Casey Rory McIlroy, hätte er für 2016 von Pelley eine European-Tour-Karte geschenkt bekommen. Aber weil Casey 2010 von Colin Montgomery bei den Captain’s Picks zum Ryder Cup verarscht wurde, und er seine Karriere gerade erst wieder auf den rechten Weg gebracht und dank Familie den Lebensmittelpunkt in den USA hat, blieb er konsequent und verzichtete anders als viele andere auf eine Alibi-Mitgliedschaft auf der European Tour. Damit kann er nicht für den Ryder Cup nominiert werden – selbst wenn er dieses Jahr Majors en masse gewinnen würde.

Adele: Hello

Gewählt von: Paul Dunne
Selbst seine Landsleute waren ratlos als plötzlich einer der I(h)ren als Führender in die Schlussrunde der Open Championship ging. Schließlich galt Paul Dunne nicht einmal als bester Amateur der grünen Insel. Am Ende brach er ein und wurde nicht einmal Leading Amateur, doch sein „Hello World“-Auftritt gab ihm genügend Selbstbewusstsein, um sich bei der Qualifying School die European-Tour-Karte zu holen.

Sesame Street: Song of the Count

Gewählt von: Lee Westwood
Mit der letzten Weltrangliste des Jahres 2015 springt Lee Westwood wieder in die Top 50 der Welt und damit ins Masters-Feld. Doch das hat weniger mit seiner Leistung zu tun, als mit der Arithmetik der Weltrangliste. Gut gezählt, Mr. Westwood, kann man da nur sagen. Das hat der Engländer mit seinem großen Vorbild gemeinsam: Graf Zahl.

Mumford and Sons: Liar

Gewählt von: Robert Allenby
Es kam einem schon ziemlich spanisch vor, als Robert Allenby behauptete, in Hawaii niedergeschlagen, gekidnappt und ausgeraubt worden zu sein. Die Räuberpistole wurde schnell als übertrieben entlarvt, am Ende blieben nur eine durchzechte Nacht und ein Kreditkartendiebstahl. Später im Jahr kündigte sein Caddie während der Runde, weil er die Beleidigungen von Allenby satt hatte und enthüllte, dass Allenbys Kidnapping-Geschichte eine einzig Lüge war.

Drake: Hotline Bling

Gewählt von: Will Wilcox
Wer hätte gedacht, dass Musik zu einem der größten Zwists des Jahres auf der PGA Tour führen würde? Doch genau das hat Drake geschafft. Weil sich Brendan Steele beschwerte, dass Wilcox zu laut Drake auf der Driving Range hört, führte man den Zwist gleich auf Twitter weiter.

Lana del Rey: Daddy Issues

Gewählt von: Bill Haas
Es ist nicht leicht, wenn man ins Presidents-Cup-Team kommen will und Papa der Kapitän ist. Dieses Problem hatte Bill Haas. Weil er sich nicht von alleine qualifiziert hat, war er auf einen Captain’s Pick angewiesen – und setzte sich damit der Gefahr des Nepotismus aus. Vielleicht nominierte Papa Jay deshalb zusätzlich auch noch Phil Mickelson, weil das noch weniger gerechtfertigt war und seinen Sohnemann aus der Schusslinie nahm.

Kanye West: Gold Digger

Gewählt von: Jason Dufner
Machen wir uns nichts vor: Wer Amanda und Jason Dufner nebeneinander gesehen hat, konnte da schon einige optische Unterschiede entdecken. Daher überraschte es nicht, dass die beiden im Frühjahr ihre Scheidung bekannt gaben. Als dann auch noch die (offenbar falschen) Gerüchte auftauchten, dass Frau Dufner eine Affäre mit Tiger Woods gehabt habe, lief bei Jason Dufner sicher Kayne West in Dauerschleife.

John Mellenkamp: Hurts So Good

Gewählt von: Jacques Kruyswijk
„Eier, Eier. Wir brauchen Eier!“

The Script ft. Will.I.Am: Hall of Fame

Gewählt von: Inbee Park
Dank fünf Siegen in 2015, darunter ihre Majorsiege sechs und sieben, hat die Südkoreanerin bereits mit 27 Jahren ihr Punktequorum für die Hall of Fame erfüllt. Wenn sie 2016 nur noch einmal auf der LPGA Tour antritt und damit ihre zehnte Profisaison beginnt, wird sie als jüngste Spielerin überhaupt in die Ruhmeshalle einziehen.

Olly Murs: Accidental

Gewählt von: Scott Stallings
Und wir haben wieder einen Dopingfall auf der PGA Tour. Hurra! Die Kontrollen funktionieren. Oder auch nicht. Denn Stallings zeigte sich selber an, nachdem er bemerkte, dass ein Medikament, das er gegen seine Müdigkeit einnahm, auf der Liste der verbotenen Substanzen stand. Also mal wieder nur ein Zufallsfund…

Britney Spears: Oops I did it again

Gewählt von: Brian Harman

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