GC Felderbach

Unsere Bewertung

3 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Eigentlich wollte ich gestern nur 9 Loch in Bochum spielen. Da aber um 16:30 Uhr mein Spielpartner kurzfristig absagte, machte ich mich auf den Weg in den „Süden“. Hier waren in der Nähe der A46 zwei Plätze beieinander. Golfclub Juliana und Golfclub Felderbach. Eigentlich wollte ich Juliana spielen. Aber im Sekretariat schickte man mich dann zum GC Felderbach. 17:40 zusammen mit 2 anderen.

Als ich nach einem langen Weg endlich Loch 1 erreicht hatte, war mein erster Gedanke: „Und wer trägt jetzt mein Bag?“. Das ging ja alles nur rauf und runter! Aber richtig überrascht sein müssen hätte ich nicht. Ich war im Bergischen Land. Da ist der Name auch auf Golfplätzen Programm. Gut, dass ich nicht alle Schläger mit hatte und das leichteste Bag der nördlichen Hemisphäre besitze. Die nächsten Bedenken kamen mir beim Blick auf den Flight vor mir. Vier Personen! Das könnte also eine längere Runde werden. Und meine angekündigten Mitspieler waren auch nicht da. Vielleicht lassen die mich vor mir ja durch.

An Loch 2 (einem langen Par 3 mit 192m bergauf auf ein erhöhtes Grün), musste ich dann so lange warten bis zwei andere Spieler kamen. Hubert und Bernd. Zwei nette Einheimische. Die beiden begleiteten mich dann bis zum Ende im Dunkeln. Wenn ich recht überlege, gab es auf den ersten 9 kaum ein Loch, an dem es nicht bergauf oder bergab ging. Vielleicht die 3, die war im Vergleich zum Rest relativ eben. Aber sonst musste man oft ganz schon kraxeln. Extrem war der Weg von der 7 zur 9. Unterbrochen nur von einem kurzen Par 3 bergauf (was auch sonst). Am Ende (Abschlag der 9) war man froh, wenn ein anderer die Ehre hatte. Da konnte man erstmal durchatmen. Ungewöhnlich war, dass es auf den ersten Neun 5 Par 5-Löcher gab.

Auf den zweiten 9 begann es dann mit einem schönen Par 3 abwärts. Das nenne ich einen erhöhten Abschlag. Geschätzte 30 Meter abwärts. Das hätte ich eher in Österreich oder der Schweiz erwartet. Langsam merkte man, dass es dunkler wurde. Zum Glück hatten wir auf den zweiten 9 keinen mehr vor uns und wir konnten Gas geben. Trotzdem reichte es nicht ganz und an Loch 18 musste ich meinen Leuchtball rausholen. War wohl gut, denn zum Abschluss gab es ein Par im Dunkeln. Wir beendeten die Runde um 21:45 Uhr und um 22:30 war ich dann in meiner Wohnung in Bochum. Es war schon recht anstrengend für einen alten Mann wie mich. Und ich war froh, als ich auf meinem Sofa lag.

Als Fazit kann ich sagen, dass der Platz in Ordnung war. Er hatte etwas viel Schräglagen. Aber das übt ja. Aber landschaftlich war er nett anzusehen. Und das ist für mich ja immer wichtig. Die Grüns waren leider nicht so toll. Aber das bin ich ja von meinem Heimatclub gewohnt. Und die Wege zwischen den Bahnen waren teils sehr, sehr lang. So etwas hätte man früher in den „guten alten Tagen“ des Golfdesigns nicht so gebaut. Für’s nächste Mal weiss ich Bescheid und miete mir, wie jeder anständigen Touri, ein Cart. Und noch eins zum Abschluss. Auf diesen Platz wurde ein patentierter „Hilltrainer“ erfunden, der später auch von der PGA Germany empfohlen wurde. Kann ich nach meiner Runde nachempfinden…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.