Golf Resort Weimarer Land

Unsere Bewertung

4 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Ich würde mich nicht unbedingt als typischen deutschen Bildungsbürger bezeichnen. Die Werke der Herren Goethe und Schiller waren damals in der Lehranstalt nicht unbedingt meine Stärke und eine Begegnung mit 8 Mephistos in einer Faust-Aufführung des Bochumer Schauspielhauses hat nicht unbedingt dazu geführt, dass mein Interesse an klassischer deutscher Literatur extrem gesteigert wurde. Durch eine Einladung des Spa u. Golf Resorts Weimarer Land wollte ich der Sache noch mal eine Chance geben und Weimar, die Hochburg der klassischen deutsche Literatur, mit etwas Golf und Erholung verbinden.

Das Resort Weimarer Land liegt etwas südöstlich von Weimar und ist sehr gut über die A 4 zu erreichen. Dem Schilde von der Bundesstrasse kommend durch einen Wald folgend kamen wir im Resort an. Der erste Eindruck war recht neutral. Neuer, wenig bewachsener Golfplatz und ein Ensemble von Fachwerkgebäuden. Eine herzliche Begrüßung bei der Rezeption, schnell eingecheckt und dann ging es auch schon auf den Goethe Kurs.

Der Goethe Kurs ist eingebettet zwischen zwei Wäldern, gelegentlich hügelig und optisch sehr ansprechend. Er hat alles, was man sich für ein paar Tage Golf und Erholung wünscht. Herausfordernde Doglegs, taktisch zu spielende Par 4, Inselgrüns, erhöhte Abschläge und abwechslungsreiche Par 3 Löcher. Irgendwie ein typischer, netter Städler Kurs. Die Runde überstanden wir ohne den zuvor angesagten Regen und anschliessend konnte die mit Vorfreude erwartete Erholung im Spa beginnen.

Der großzügige Spa Bereich ist für mich eines der Highlights von Weimarer Land. Großzügig gestaltet und mit einem Außenschwimmbad ausgestattet, der wie ein Infinity Pool mit Blick auf den Goethe Kurs angelegt ist. Drinnen und draussen gemütliche Liegen, bei denen ich aufpassen musste, nicht einzuschlafen und andere Spa-Besucher mit meinen Schlafgeräuschen zu verschrecken. Dazu gibt es eine Riesenauswahl an Wellnessanwendungen und Massagen. Für jeden was dabei. Auch Fitnessfreaks kommen mit den dort angebotenen Geräten nicht zu kurz. Nicht nur ich fühlte mich dort wohl. Auch meine grösste Kritikerin, die Reisegolferin, war begeistert. Hier müsste man wieder mal hin…

Den Abend verbrachten wir dann im Zuge der Halbpension im Restaurant. Das dreigängige Abendessen war sehr gut und die Weinkarte hatte eine sehr große Auswahl. Angeschlossen an das Restaurant ist eine Bar und eine Raucherlounge. Kenne ich gar nicht mehr aus Hamburg… Da wir aber einen langen Tag hinter uns hatten, begaben wir uns zur Ruhe in unser schönes, geschmackvoll im Landhausstil eingerichtetes Zimmer. Blick auf die Schlusslöcher der zwei zum Resort gehörenden 18 Loch Kurse, Vogelgezwitscher, ein paar quakende Frösche vom Teich der 18 des Feininger Kurses und tolle Boxspringbetten, in denen wir schnell einschlummerten. Alles gut und die Frau ist begeistert. Was will man mehr. Happy wife, happy life… 🙂

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem tollen Frühstück auf den anderen Kurs vom Weimarer Land, den Feininger Kurs. Da auch dieser Platz noch nicht so alt ist, wirkt er auf den ersten Blick etwas karg. Der erste Eindruck täuscht aber. Auch dieser Platz hat alles, was man sich bei einem Golfplatz wünscht. Und der Charakter ist auch unterschiedlich zum Goethe Kurs. Zum einen kommt hier gefühlt mehr Wasser ins Spiel, zum anderen hat er auf den ersten 9 sogar eine Art Linkscharakter. Der während unserer Runde vorherrschende Wind und während zwei Loch Regen taten ihr übriges für ein Linksgefühl. Die letzten 3 Loch der Runde verliefen am Hang entlang eines Waldes und baten auch einen sehr guten Überblick über den gesamten Platz. Den Abschluss bildete ein abwärts verlaufendes Par 3, welches ich als Strafe für Slicer bezeichnen möchte. Rechts vor dem Grün befindet sich ein großer Teich (der mit den Fröschen). Ach ja. Bevor jemand nachschauen muss. Lionel Feininger war ein bedeutender Maler und Grafiker der klassischen Moderne und vom Anfang bis zur Schliessung des Staatlichen Bauhauses in Weimar als Meister dort tätig. Berühmt wurden seine Bilder von Kirchen und Dorfkernen in Thüringen. Tolle Idee finde ich übrigens auch den Bobby Jones Course. Hier spielt man aus den Löchern 1-5 und 15-18 des Goethe Kurses und den zweiten 9 Loch des Feininger Kurses einen eigenständigen Platz. Fast so wie der Composite Course aus East und West Kurs im Royal Melbourne Clubs… Na ja, fast so. Wann man den aber spielen kann, habe ich nicht herausgefunden. Vielleicht bei Turnieren.

Nach der Golfrunde kam dann der kulturelle Teil der Reise. Stadtführung in Weimar, Besuch von Goethes Gartenhaus in dem sehr schönen, nach englischem Vorbild erstellten Garten und zu Abend Thüringer Klösse mit Rotkohl. Wenn man schon mal da ist… Ich weiß nun einiges mehr über Goethe und Schiller und ich habe gelernt, dass es in Weimar noch sehr viel zu entdecken gibt. Ein guter Grund, noch einmal in das Resort zu kommen und dann die tolle Unterkunft mit noch mehr Kultur in dieser geschichtsträchtigen Region zu entdecken. Und andere nette Golfplätze gibt es in der Gegend sicher auch noch.

Fazit: Sehr schönes Resort mit netten Golfplätzen und viel zu entdecken in der Umgebung

Der Trip wurde unterstützt durch das Lindner Spa u. Golf Resort Weimarer Land. Vielen Dank für die Einladung! Informationen zum Resort gibt es hier.

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