Greg Normans Ausreden für seine Major-Einbrüche

Greg Norman ist vermutlich der einzige mehrfache Major-Sieger bei dem man sich mehr an seine Niederlagen als an seine Triumphe erinnert. Und keine ist präsenter als die beim Masters 1996, wo der Australier mit sechs Schlägen Vorsprung in die Schlussrunde ging und am Ende fünf Schläge hinter dem Engländer Nick Faldo einkam. Bis heute gab es nicht ein Anzeichen dafür, dass mehr dahinter stecken könnte als Nerven. Umso überraschender die Aussage, die Norman in einer australischen TV-Dokumentation tätigte:



Ein kaputter Rücken am Morgen der Schlussrunde soll also für den brutalen Einbruch verantwortlich gewesen sein. Eine Aussage, die alleine schon aufgrund der in dem Clip gezeigten Bilder – freundlich formuliert – überraschend ist. Denn wer schon einmal mit Rückenschmerzen Golf gespielt hat, würde nie im Leben auf die Idee kommen sich vor Enttäuschung auf den Boden zu werfen und herumzuwälzen.

Warum Greg Norman erst jetzt, nach 17 Jahren, plötzlich wieder eingefallen ist, dass ihm am Masters-Sonntag der Rücken schmerzte, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben. Doch was niemand weiß: Auch für seine anderen Major-Fehlschläge hat Norman eine gute Erklärung, wie er in einem erdachten Exklusiv-Interview erzählt:

1984 U.S. Open
„Nachdem ich mich mit einem sensationellen Comeback ins Playoff in Winged Foot gerettet hatte, ließ ich den Sonntag im weltberühmten Walter’s Hot Dog Stand ausklingen. Unglücklicherweise rebellierte mein Magen gegen den Hot Dog und im Playoff gegen Fuzzy Zoeller hatte ich buchstäblich die Hosen voll.“

1986 Masters
„Trotz meines Doppelbogeys an der 10 war ich bis kurz vor Schluss immer noch im Rennen. Mit vier Birdies in Folge und einem perfekten Abschlag sah ich mich schon im Grünen Jackett als mir plötzlich eine Biene in die Hose flog und mir beim Rückschwung in den Po stach. Ich blockte mein Eisen nach rechts und spielte Bogey.“

1986 U.S. Open
„Sie erinnern sich noch an Lee Trevinos Spaß mit der Gummischlange gegen Jack Nicklaus? 15 Jahre später hat er das Gleiche mit mir getan – mit einer echten. Als ich in der Schlussrunde ans Bag ging um mir einen Müsliriegel zu holen, kam sie rausgeschlängelt. Der Schock war der Grund dafür, dass ich von 1 auf 12 durchgereicht wurde. Wenigstens wurde Trevino auch nur Vierter.“

1986 PGA Championship
„Neun Löcher vor Schluss habe ich noch mit vier Schlägen Vorsprung geführt, als mich ein dringendes menschliches Bedürfnis überfiel. Weil kein Dixi-Klo in der Nähe war, schlug ich mich in die Büsche. Als ich den Reißverschluss hochzug – nun ja – erinnern Sie sich noch an Verrückt nach Mary?

1989 Masters
„Selten in meinem Leben habe ich eine bessere Schlussrunde gespielt. Von der 9 bis zur 17 gelangen mir sechs Birdies. Doch was kaum einer gesehen hat: Auf der 17 bin ich über eine Wurzel des Eisenhower Trees gestolpert, holte mir eine Schultereckgelenkprellung und spielte daraufhin ein Bogey an der 18.“

1993 PGA Championship
„Auf dem Weg zum Scorerzelt rief plötzlich jemand den Namen meines Caddies. Als er sich umdrehte, rammte er mir das Bag gegen den Kopf. Was ich damals nicht wusste: Ich hatte eine Gehirnerschütterung weswegen ich im Sudden Death Playoff zwei machbare Putts verschob.“

1995 U.S. Open
„1995 hatte ich viele Probleme mit meinem Schuhwerk und an meinem großen Zeh hatte sich ein Hühnerauge gebildet. Mitten bei der U.S. Open entzündete es sich und meinem 68-67-Start folgten Runden von 74 und 73.“

1999 Masters
„Ich war immer stolz auf meine blonden Haare, aber mit 44 Jahren macht man sich so seine Gedanken über sein Aussehen. Ich hatte gerade ein Eagle an der 13 gemacht um wieder in Führung zu gehen. Als ich kurz mein Cappie abnahm, hörte ich, wie einige Zuschauer tuschelten, dass ich eine kahle Stelle am Hinterkopf bekomme. Vor Schreck machte ich an der 14 einen 3-Putt. Seither trage ich Cowboy-Hüte.“

2008 Open
„Ich war 53 1/2 Jahre alt, okay?“

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