Hamburger Golfclub, Falkenstein

Unsere Bewertung

8 Reisegolfer

8 Linksgolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Gestern habe ich es dann doch geschafft, endlich den zweiten Kurs auf meiner Testreise zu spielen. Der Hamburger Golfclub hatte ein offenes Turnier. Das war natürlich eine tolle Gelegenheit, den Platz mal zu spielen. In der Woche bin ich ja meist nicht in Hamburg. Und am Wochenende kann man dort nur zusammen mit einem Mitglied spielen. Und so viele kenne ich dort nicht (genau genommen gar keinen).

Der Tag begann grausam. Regen in der Nacht, Regen am Morgen und Regen auf der Fahrt nach Blankenese. Da aber das Regenradar im Internet für den Nachmittag Trockenheit voraussagte, war ich die ganze Zeit optimistisch. Probleme bei der Anfahrt (irgendein Marathon in Marschlande) führten dazu, dass wir grade mal 15 Minuten vor meiner Startzeit dort ankamen. Na ja. Meinem Spiel auf den ersten Löchern hat es nicht geholfen. Aber was soll’s. Nach drei schlechten Löchern hatte ich mich entschieden, den schönen Platz einfach nur zu geniessen. Der Regen hörte dann auch auf und die Sonne kam heraus. Und siehe da, mein Spiel war nicht mehr ganz so grottig. Die Sonne kam auch heraus und irgendwann hatte man vergessen, dass es irgendwann stark geregnet hatte.

Zum Platz. Ich hatte von Anfang an das Gefühl in England zu sein. Im „Sandgürtel“ westlich und südwestlich von London. Hier sind auch sehr viele Heidelandplätze auf sandigem Untergrund. Durch den Sand hat man eine sehr gute natürliche Drainage. Vom Abschlag hatte man oft einiges an Heidekraut zu überspielen. Manchmal war es gefühlt mehr als 150 Meter. Wasserhindernisse hatte ich eigentlich gar nicht gesehen. Dafür sehr viele Bunker. Meine Frau war in so vielen Bunkern, dass sie schon das Gefühl hatte, zur Pflege der Bunker über den Platz zu gehen. Wie gesagt, für mich wie ein klassischer Platz in England. Falkenstein wurde auch in den 30ern designed und gebaut. Daher gibt es auch keinen Schnickschnick wie Inselgrüns u.s.w.. Das begann ja erst später. Dem Platz merkt man die Handschrift Harry Colt’s an. Harry Colt ist unter anderem verantwortlich für Wentworth, den New Course in Sunningdale, Pine Valley und St. George’s Hill. Falkenstein wurde zusammen mit seinem Partner John Morrison erstellt.

Dass sich der Platz in hervorragendem Zustand befand, war für mich fast schon selbstverständlich und ist eigentlich nicht erwähnenswert. Die Menschen dort waren meist nett und freundlich. Das Clubhaus gehört für mich mit zum besten, was ich bisher in Deutschland gesehen habe. Grosszügig mit einem ansprechenden Clubraum im Zentrum. Die sanitären Anlagen waren sauber und geräumig. Wie soll ich es sagen. Das ganze Clubhaus hatte einfach Klasse. Besser kann ich es nicht beschreiben.

Fazit: Es ist einfach der beste deutsche Golfplatz

1 Comment

  • Sehr schöne Anlage, vor allem mit den vielen Bäumen ergibt das ein tolles Farbspiel. Man sollte für die Anlage allerdings ein gutes Handicap mitbringen, denn meine Frau kam überhaupt nicht zurecht 🙂

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