Hamburger Land- u. Golfclub Hittfeld

Unsere Bewertung

7 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Anlass meines Besuches war das jährliche offene Turnierwochenende, welches meist immer Ende August stattfindet. Wir waren nun schon das dritte Jahr nacheinander dabei. Dieses Jahr aufgrund anderer Verpflichtungen leider aber nur beim Vierer am Samstag. Wir kommen jedes Jahr immer wieder gerne nach Hittfeld. Für Nicole und mich ist es schon eine Art Pflichtveranstaltung.

Hittfeld ist ein Platz mit Geschichte in Deutschland. Ich habe irgendwo gelesen, dass es der erste 18 Loch Platz war, der nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland gebaut wurde. Wie manche ja wissen, bin ich ein Freund von „Harry Colt Golfkursen“. Schon während meiner Zeit in England gehörten diese zu meinen Liebsten. Auch Hittfeld’s Original Kurs wurde von einem Partner seiner Design Gesellschaft mit entworfen. John Morrison. Zusammen mit dem deutschen Golfplatzarchitekten H.E. Gaertner (fragt mich bitte nicht, wie der gute Mann vollständig heißt) wurde der eingereichte Plan B akzeptiert und umgesetzt. Im Link kann man auch den original Plan sehen und etwas zur Geschichte lesen. Vor 4 Jahren wurde der Platz redesigned. Wie er vorher war, kann ich leider nicht sagen, da ich ihn nicht gespielt habe. War aber sicher auch nicht schlecht. Nun aber zu meinen Erlebnissen.

Schon die Anfahrt über die Allee „Am Golfplatz“ ist Klasse. Zuerst fährt man durch eine Birkenallee und an deren Ende durch das Tor eines Reiterhofes fährt (der HLGC ist nicht nur ein Golfclub). Man sieht auch einige Pferde. Richtig malerisch. Jedes Mal wieder schön anzusehen.

Der Platz an sich beginnt relativ unspektakulär. Wenn man das Grün mit zwei Schlägen erreicht hat, ist ein Par drin. Doch Vorsicht! Hier liegt nach meiner Erfahrung auch die Herausforderung des Platzes. Die Grüns sind in sehr gutem Zustand, aber nicht allzu leicht zu lesen. Wie es die Homepage des Clubs sagt: „Hard Par, Easy Bogey“. Da ist was dran. Man muss den Ball erstmal im Loch haben. Hier stimmt es auf jeden Fall.

Bis Loch 11 geht es weiter durch Waldschneisen. Richtig schön. Aber nichts für Leute, die gerne streuen bei ihren Abschlägen. An Loch 7 haben wir dann noch eines der längsten Par 3, die ich bisher in Deutschland gespielt habe. 197 Meter für Herren. Für mich schon Grenzbereich. Ich habe erst ein längeres Par gespielt. Und das war Loch 6 in Dunaverty auf Kintyre in Schottland. Also einfach lang und grade spielen und auf eine Vier spekulieren. Was dann auch gelang. Für „Nearest to the Pin“ hätte ich dieses Loch als etwas gemein empfunden. Wie gesagt, ging der Platz bis Loch 11 durch den Wald. Loch 12 bis 15 fallen dann etwas ab (aber nur etwas). Loch 16 ist dann ein nettes Par 3 bergauf Richtung Clubhaus. Wenn man grade spielt auch machbar, um Par zu spielen. Leider blieb mein Abschlag hier in den Ästen rechts hängen. Schicksal eines Slicers… 17 und 18 sind dann ein schöner Abschluss eines klasse Platzes. Und Loch 18 unter den Augen der Zuschauer auf der Clubhausterasse ist nicht sooo einfach.

Ich mag diesen Platz (und den Club) sehr. Ich fühle mich hier wohl. Und das ist mir sehr wichtig. Schöner Platz, schönes Clubhaus, mehr oder weniger nette Menschen. Was will man mehr.

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