Hardelot Les Pins

Unsere Bewertung

7 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Es gibt Plätze zu denen komme ich mit einer recht hohen Erwartung. Hardelot Les Pins war einer dieser Plätze. 1931 designed von Tom Simpson und 2012-2015 überarbeitet von Frank Pont und Patrice Boissonnas sollte er ein wahres Meisterstück sein. Ob der Platz das auch war, wollte ich bei unserer Le Touquet Tour im Juni herausfinden.

Hardelot ist ein kleiner Ferienort am Ärmelkanal südlich von Boulogne-sur-Mer, in dem sich viele Ferienhäuser von wohlhabenden Parisern befinden. Der Platz ist in einem Waldgebiet gelegen und befindet sich meist auf Sandboden. Um den Kurs herum befinden sich viele Häuser. Diese fallen aber nicht groß auf, da sie meist dezent von Kiefernwäldern blickgeschützt sind.

Gefühlt waren an dem Tag unseres Besuchs fast die Hälfte der Besucher Briten. Durch die Nähe zum Kanaltunnel bilden diese die Hauptgruppe der Besucher in der Region. Man trifft diese auf fast allen Plätzen hier in der Umgebung in größerer Anzahl an. Die Plätze um Le Touquet werden in UK sehr stark vermarktet. Anscheinend bleiben diese aber auf den Golfplätzen, die meist mit einem Hotel in der Nähe verbunden sind, oder in einem Resort. In den Orten selbst habe ich kaum englisch gehört.

Der Kurs ist eine tolle Mischung aus moderaten Par 5 Löchern, kurzen und nicht zu langen Par 4 Löchern und aus meiner Sicht großartigen Par 3 Löchern. Alle nicht allzu lang, aber alle mit sehr gut geschützten Grüns.

Besonders hervorzuheben ist hier Loch 7. Von Weiß nur 130 Meter lang, aber wenn man vom Grün der 6 kommt und das ersten Mal um die Ecke schaut, hat man einen Wow-Effekt. So ein Grün mit solchen Bunkern hatte ich bisher kaum gesehen. Überall um das Grün herum waren Bunker. Das ist ja nichts besonderes. Haben viele Clubs zu Hause auch. Aber die Form der Grüns und die Platzierung waren etwas besonderes. Das Grün war groß genug, aber eher breit als tief. Wer zu lang ist, landet in einem Bunker hinter dem Grün. Einen Rentnereingang gibt es auch nicht. Platziertes Spiel ist also gefragt. Das Loch ist aber trotzdem fair. 

Von den anderen Löchern sticht aus vielen guten bis sehr guten für meinen Geschmack noch Loch 15 heraus. Ein knapp 320 Meter langes Dogleg rechts, welches man auch mit präzisem Spiel rechts abkürzen kann. Schafft man dieses aber nicht, hat man Probleme. Dazu kommt noch das sehr gut geformte und etwas nach links abfallende Grün. Mit 2 präzisen Schlägen kann man das Grün aber auch gut erreichen. Ein schönes Risk and Reward Loch.

Zum Abschluss bietet Hardelot Les Pins noch ein nettes Par 4, bei dem man sehr gut erkennen kann, dass der Platz auf Sand gebaut ist. Mit über 400 Metern etwas länger, ist dem Normalspieler zu empfehlen vorzulegen und auf ein Bogey zu bauen. In der Mitte des Fairways besetzen 2 Crossbunker knapp 2 Drittel der Landezone, wenn man knapp 190 Meter carry schlägt. Entweder landet man in den Bunkern oder man hat es noch über 200 Meter zu dem, wie üblich gut geschützten Grün. Der Bogey ist in unserem Flight übrigens nur einem gelungen. Der Rest war glücklich über eine 6.

Nach der Runde sitzt man dann auf einer Terrasse mit Blick auf das Grün der 18 und den Abschlag der 10 und diskutiert die Runde und den interessanten Platz. Der Kurs ist seit einigen Jahren übrigens auch Ort für die Section C der First Qualifying Stages der European Tour.

Fazit: Wunderschöner, fairer Platz, den man unbedingt mal gespielt haben sollte.

Website des Clubs

Gespielt am 13.06.2017 

Zusammenfassung
Gespielt am
Bewerteter Platz
Hardelot les Pins
Bewertung
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