Hopeman

Unsere Bewertung

4 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Die Küste im Norden Schottlands zwischen Fraserburgh und Inverness ist voll von netten Golfkursen. Alle am Wasser gelegen, aber doch unterschiedlich. Ganz alte Clubs (Fraserburgh von 1777) und ganz neue Resorts (Castle Stuart von 2009) . Linkskurse, Parkland und Clifftops. Alles vertreten. Viel Abwechslung. Aber nur ein Platz bleibt hauptsächlich wegen nur eines Lochs in Erinnerung. Hopeman.

Hopeman ist mir bisher in meinem Golfbüchern dreimal „über den Weg gelaufen“. Als Titelbild in „Another Journey to the Links“ von dem Australier David Worley, „Golf on the Rocks“ von Gary Sutherland, der aus Hopeman stammt und in meinem kleinen Begleiter für Schottland Reisen „The Nine-Holer Guide“ von Derek McAdam. Irgendwann war es mal Zeit, den Kurs auch zu spielen.

1909 wurde der Club gegründet und der erste 9-Loch Platz gebaut (daher ist er im Nine-Holer Guide). Über Jahre reichten die 9 Loch aus. Erst 1985 entschied man sich, den Platz auf 18 Loch zu erweitern. Netterweise hängt im Club eine Karte, in der man das Routing der ursprünglichen 9 Loch mit dem heutigen 18 Loch vergleichen kann. Ob sich die Erweiterung lohnte, muss jeder für sich entscheiden. Ich hätte auch mit den alten Neun leben können.

Da wir mit einer Gruppe von 13 Personen unterwegs waren, erkundigte ich mich nach Angeboten für eine größere Truppe. Wir waren fast schon eine landesübliche „Society“. Wir entschieden uns für ein Paket mit Coffee and Bacon Roll vor der Runde und nachher Soup and Sandwich. Das ganze für 30 Pfund. Fand ich sehr fair. Für die meisten von uns war das eine ganz neue Erfahrung. Brötchen mit Speck vor der Runde wird in Deutschland selten angeboten.

Der Platz ist großteils in Ginsterbüsche eingefügt. Zudem noch etwas Heide. Fast alle Löcher (ein Teil der neuen nicht) sind auf Sandboden und daher immer gut bespielbar.  Die ersten Löcher sind ganz nett, aber nichts aufregendes. Ab Loch 8 beginnt es dann, Spaß zu machen. Die Fairways werden ondulierter und die Grüns besser geschützt. Vor allem die 11 prägt man sich ein. Wenn man dann denkt, ist ja ganz nett hier, geht man einen Weg durch Ginsterbüsche und sieht mit einem Male das Grün der 12. The Prieshach. Wer einen Fotoapparat dabei hat, ist erst einmal damit beschäftigt, das Loch aus allen Lagen zu fotografieren.

Das Loch ist nur 150 yard lang und befindet sich in einem Tal. Vor 3 Seiten Ginsterbüsche und von einer Seite Felsen und Meer. Ein echter Hingucker. Man kann sich gar nicht satt sehen. Aber irgendwann muss man auch schlagen. Und das ist sicher ok. wenn der Wind still ist und man viel Erfahrung mit Schlägen bergab auf ein kleines Grün hat. Anscheinend haben das nicht alle. Bei uns in der Gruppe haben nur 4 von 13 das Grün getroffen…

Die letzten 6 Loch sind auch ganz interessant. Ondulierte Fairways, die breit genug waren, die durch Ginsterbüsche hindurch führten. Mal herauf, mal herunten. Dazu gut geschützte, manchmal erhöhte Grüns. Vor allem die 18 fand ich klasse und nicht ganz einfach. Der zweite Schlag musste einen Wassergraben vor dem Grün überqueren. Zu weit war ok, weil dort ein Abhang zurück zum Grün war. Nur zu kurz sein durfte man nicht. Ein netter Club mit einem anständigen Platz also. Und Loch 12 sollte man unbedingt mal gespielt haben. Wer also dort oben in der Region ist, sollte auch Hopeman einplanen.

Fazit: Lohnt alleine wegen Loch 12. Für das Loch gab es sogar zum Hundertjährigen des Clubs eine Whisky Sonderabfüllung von Glenfarclas.

Gespielt am 20.09.16

Website des Clubs

 

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