GC Schloss Meisdorf

Unsere Bewertung

4 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Am Wochenende waren wir (nun schon das dritte Jahr) mit einer grösseren Gruppe von Golfern in Meisdorf. Der Ort und der Golfplatz liegen am nördlichen Rand des Harzes etwas südöstlich von Quedlinburg. Das Wochenende war ein Pauschalangebot inklusive Übernachtung im benachbarten Schlosshotel, einmal Abendessen und natürlich Golf spielen.

Der Golfplatz ist nett angelegt und in sehr gutem Pflegezustand. Eine gute Mischung aus schweren und leichten Löchern. Die ersten neun Loch sind noch recht flach. Später wird es dann aber hügelig. Vor allem bei heissem Wetter empfiehlt sich dann ein Cart zu nehmen. Bei vielen Löchern konnte man das Grün erst sehr spät sehen. Die Löcher 1 und 10 haben sogar einen Fahnenmast, der anzeigen soll, ob das Grün frei ist (beides kurze Par 4 mit Dogleg, die von Longhittern angegriffen werden können). Die besten (und auch schwersten) Bahnen sind nach meinem Urteil die 8 und die 13. Beides lange Par 4, bei denen man das Ziel nicht sofort sieht. Ach ja. Die Grüns empfand ich als seltsam. Manche schnell, manche langsam und teils sehr wellig. Jedes reagierte anders.

Nach der Runde geht es dann auf eine schöne Terrasse, von der man die Löcher 9 und 18 einsehen kann. Hier kann man wunderbar „versacken“. Der Ort Meisdorf selbst hat eigentlich nur den Golfplatz und das Schlosshotel zu bieten. Das kulinarische Angebot beschränkt sich ausserhalb der Anlage anscheinend nur auf das ehemalige Dorfbordell. Die Karte ist verlockend ( (-; ) und das Personal ist skurril, aber lieb.

Der Club gehört zu einem Hotel und befindet sich am Rande des nördlichen Ostharzes. Er ist einer von 2 Plätzen in Sachsen-Anhalt. Ohne das Hotel gäbe es wahrscheinlich nur einen Golfclub in dem Bundesland. Und Meisdorf ist dazu noch der einzige 18-Loch Platz. Die ersten 9 dort sind nicht so hügelig und ziehen sich nördlich des Hangs entlang. Die zweiten 9 sind etwas anstrengender für Träger. Es geht am Waldrand entlang erst herauf und dann wieder hinunter. Der Platz im ganzen ist gekennzeichnet durch sehr viele Doglegs und eine Menge blinder Schläge (wobei ich mit blind nicht die per Zufallsprinzip gestreuten Schläge von mir meine). Die Doglegs sind sehr gut für die Vielfältigkeit des Kurses, die blinden Schläge aber manchmal ärgerlich, da man nicht immer mit Vorcaddy spielt. Wir haben viele Bälle verloren, weil wir nicht wussten, wo wir suchen sollen. Das Rough war nicht zu hoch und die Fairways waren in gutem Zustand. Die Grüns waren ok. Aber viele Spieler kamen am Wochenende nicht ganz klar damit. Sie waren unberechenbar. Mal waren sie schnell, dann aber wieder langsam. Nicht jedermanns Sache. Meine Favoriten sind die 8, die 13 und die 17. Gut angelegt und für die meisten im Rahmen ihres Handicaps spielbar. Bei der Platzbewertung habe ich etwas überlegt und mich dann für ein Rating entschieden, was möglicherweise Widerspruch erregen könnte (was ich gerne diskutiere).

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