Palheiro GC – Madeira

Unsere Bewertung

4 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Eigentlich wollte ich Palheiro gar nicht spielen. Ich suchte ein Ziel für Platz Nummer 400 in meiner Karriere und von den drei Golfplätzen auf und um Madeira sollte dieses angeblich der unattraktivste sein. Ursprünglich war ein Tagesausflug auf die knapp 60 km entfernte Insel Porto Santo geplant, wo Severiano Ballesteros 2004 einen Platz designed hat. Der sollte auch der Beste der Madeira-Plätze sein. Leider waren die im Internet angebotenen Pauschalen mit Fähre und Greenfee nicht mehr erhältlich. Etwas über 100 € hätte ich ja noch ausgegeben. Aber Fähre, Taxi zum Platz und Greenfee hätten einzeln knapp 200 € gekostet. Das war es mir dann doch nicht wert. Also dann doch den dritten Platz auf der Insel. Palheiro.

Der Platz in Palheiro wurde 1993 vom hier in Deutschland eher weniger bekannten Designer Cabell B. Robinson gebaut. Ich bin ehrlich. Von dem hatte ich bisher auch noch nichts gehört. Obwohl er unter anderem beispielsweise Finca Cortesin gestaltet hat. Die Anlage wird haupsächlich von britischen Touristen oder Residenten der nahe liegenden Wohnanlage bevölkert. Das ist der Stamm der Gäste. Aber auch einige deutsche Besucher spielen hier ihre Urlaubsrunde.

Wie auch schon in Santo da Serra hatten wir die Teetime über unser Hotel gebucht und bezahlt, was reibungslos klappte. Nachdem wir die vorbestellten Leihschläger übernommen hatten, ging es schon sofort los. Der Platz befindet sich knapp 500 Meter oberhalb von Funchal und ist dementsprechend hügelig. Erst geht es zwei Löcher bergauf und dann wieder ein Par 3 steil bergab. Der Kurs schlängelt sich rauf und runter durch Pinienwälder und andere üppige Vegetation. Zuweilen gibt es auch mal karge Umgebung. Aber eigentlich nur an der 15 und der 16. Das Routing der Löcher ist ganz in Ordnung und man hat immer wieder schöne Ausblicke entweder auf den Atlantik oder auf Funchal. Die Grüns waren mittelgroß bis groß und vernünftig. Kleiner Kritikpunkt sind die teils sehr langen Wege von Grün zum nächsten Abschlag. Aber das ist wohl so geplant, da die meisten Gäste auf dieser Golf Achterbahn sowieso ein Cart mieten.

Interessant fand ich die Par 3 Löcher. Sie machten Spaß und boten viel Abwechslung. Auch sehr ansprechend war für mich die 16. Ein kurzes Par 4 bergauf. Mit 270 Metern von Gelb eigentlich kein Problem. Dummerweise war mein zweiter Schlag etwas zu lang und landete am Hang oberhalb des Grüns. Meinen Chip von dort fand fand ich ganz gut. Leider verließ er das Grün wieder und bewegte sich langsam zum asphaltierten Cartweg, wo es wieder bergab ging. Der Ball stoppte erst wieder knapp 110 Meter vor dem Grün. Die Gruppe hinter uns stand schon dort und wartete darauf, ihren zweiten Schlag machen zu dürfen. Leider musste ich dann, verfolgt vom Lachen meiner Frau, demütig runter zu meinem Ball um ihn wieder zum Grün zu bringen. Dieses Mal passte es aber. Hatte ja üben dürfen…

Loch 18 werde ich übrigens mein Leben lang in bester Erinnerung behalten. Par 5, 458 Meter und das meiste davon bergab. Ich muss den Abschlag sehr gut getroffen haben, denn wir suchten auf jeden Fall lange und viel zu kurz. Er muss wohl harten Boden getroffen haben, auf jeden Fall lag ich für Schlag zwei nur noch 170 Meter vom Grün entfernt und brachte den Ball einen Meter neben die Fahne. Und so etwas lässt man nicht nehmen. Das dritte Eagle in meiner Karriere. So darf man seinen 400sten Platz beenden. 🙂

Fazit: Netter Urlaubskurs. Was man nicht an besonderem Design hat, wird durch tolle Aussichten ausgeglichen. Ist ja auch etwas wert.

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