Royal Cromer

Unsere Bewertung

7 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

In Cromer haben wir eigentlich nur gespielt, weil es unser Hauswirt des B&B empfohlen hatte. Eigentlich hatte ich an dem Tag geplant, dass wir nach Great Yarmouth fahren, auf dem ältesten Platz Norfolks spielen und dann zum Hunderennen gehen. So wurde der Plan dann aber geändert. War auch nicht so viel zu fahren. Cromer war quasi nebenan.

Mit der Twilight Rate von 40 Pfund am Samstag konnten wir sogar noch Geld sparen. Kann ja auch nicht schaden. Cromer selber war überraschend hügelig. Die ersten Löcher hielt sich die Kletterei ja noch in Grenzen. Ab Loch 12 ging es dann aber richtig los. Wir waren lange nicht mehr so kaputt nach 18 Loch, wie in Cromer. Am Ende ging bei 3 von 4 Spielern nichts mehr. Aber mich entschädigte das prächtige Wetter und die phantastischen Aussichten. Und ehrlich gesagt waren auf den letzten 9 die schöneren Löcher.

Über den Club kann ich nicht viel sagen, da nach unserer langen Runde das Clubhaus auch nicht mehr geöffnet hatte. Sonst schaue ich mich ja noch gerne etwas um. War hier leider nicht möglich. Der Club hat auf jeden Fall viel Geschichte. 1888 gegründet erhielt er sofort danach königlichen Beistand und konnte seinem Namen ein Royal zufügen. Womöglich machte der golfverrückte Kronprinz Edward grad Urlaub in der Gegend. Cromer war damals ein beliebtes Seebad bei den oberen Zehntausend in England. Wer weiss?

Die Basis für den heutigen Platz legte Old Tom Morris 1891. Seitdem wurde der Kurs zwar einige Male renoviert und angepasst, aber der Grundstein war damit gelegt. Ich finde es bewundernswert, einen Golfplatz in so eine Landschaft zu integrieren. Zudem mussten immer wieder Anpassungen wegen der starken Erosion der Klippen vorgenommen werden. Seit der grossen Flut 1962 hält sich das aber in Grenzen. Leider habe ich kein Foto, bei dem die Höhenunterschiede sichtbar sind. Um eine Vorstellung zu bekommen, sollte man wissen, dass die Caddies dort Sherpas heissen und aus Nepal kommen… :-). Auf jeden Fall ist es ein optisch interessanter Kurs. Und bei dem grossartigen Wetter hatten wir das Glück, dass sich der Platz von seiner besten Seite zeigt.

Wer also nach Nord Norfolk kommt, sollte den Platz auf jeden Fall spielen. Ich persönlich fand Sheringham etwas besser. Weil die Grüns besser waren und das Layout mir angenehmer war. Aber das muss jeder selber wissen… Für mich trotzdem ein „must play“. Eine grössere Anzahl an tollen Löchern und nur ein paar „langweilige“ Löcher. Greenfee ist auch erträglich. Also nichts wie hin…

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