Sand Hollow – Golf in roten Felsen

Unsere Bewertung

5 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Viele, die Golf in der Region von Las Vegas spielen, kommen nicht weiter als Mesquite. Dort gibt es unter anderem den klasse Platz „Wolf Creek“. Dieser liegt an der Grenze zu Arizona. Dabei hat auch das golferisch etwas unterbewertete Utah tolle Plätze zu bieten. Einige schöne davon liegen direkt hinter der Staatsgrenze zwischen Arizona und Utah um St. George herum. Durch die Nähe zu berühmten Nationalparks wie Zion kann man Golf dort auch mit netten Ausflügen ohne Golf verbinden. Unser Ziel war Sand Hollow. Einer der Plätze des Red Rock Golf Trails.

Sand Hollow ist eines dieser typischen US-amerikanischen Golfanlagen, deren Hauptgrund es ist, Käufer für die Häuser zu finden, die rund um den Golfplatz gebaut wurden und noch gebaut werden. Die Anlage liegt in der Nähe von Hurricane. Ein bekannter Urlaubsort, der vor allem für Ausflüge in die umliegenden Nationalparks genutzt wird. Da aber die USA das Land der großen Entfernungen ist, heißt „in der Nähe“ knapp 20 Kilometer entfernt. Das führt dazu, dass die Anlage in Sand Hollow irgendwie am Ende der Welt liegt. Die Häuser, die dort schon gebaut wurden sehen zwar meist toll aus, aber irgendwie wäre das mir persönlich viel zu weit weg vom Leben.

Aber zurück zum Golfplatz. Der Kurs liegt in spektakulärer Landschaft und windet sich um zwei größere rote Felsformationen und entland eines Hochplateaus. Die ersten 9 sind für meinen Geschmack zum einspielen. Nett gestaltet, relativ breite Fairways und abwechslungsreiche Grüns rund um eine größere rote Felsformation. Zwischendurch passiert man einige der Häuser, die zum Resort gehören. Für mich begann der richtige „Spass“ aber erst ab Loch 11. Ein schönes Par 3, an dessen Grünende vom Abschlag aus nur Abgrund zu sehen ist. Auf dem Weg zum Abschlag der 12 fällt einem erstmal nur „Wow!“ ein. Am Rand des Plateaus entland zieht sich ein Par 4, bei dem sich rechts eine Felswand uns links der Abgrund befindet. Man sollte mit seinem hoch gelegenen Abschlag schon recht präzise sein. Die 13 und die 14 gehen dann ähnlich weiter den Abgrund entlang, bevor es dann zu einem weiteren spektakulären Par 3 kommt. Die 15 bietet nur recht wenig Fairway vor dem Grün. Ausser dem großen Grün gibt es nur Abgrund, Felsen und Bunker. Wer dann aber das Grün erreicht hat, hat eine große Chance auf Par oder Birdie.

Die abschliessenden 3 Loch sind wieder recht nett, aber nichts besonderes. Nur der „blinde“ Schlag auf das Grün der 18 (konnte nur den oberen Teil der Fahne sehen) war hier herausragend.

Eine andere aussergewöhnliche Erfahrung war, dass wir beim Empfang der Leihschläger eine Inventurliste unterschreiben mussten. Das hatte ich bisher auch noch nicht. Und kam während unserer Reise, bei der wir uns jedes Mal Schläger liehen, nicht wieder vor. Da wir aber in Sand Hollow die neusten Schläger während unseres ganzen Urlaubs hatten, war die Inventurliste schon ok.

Fazit: Sollte man unbedingt spielen, wenn man in der Nähe ist, um z.B. den Zion NP besuchen möchte. Das Preis/Leistungsverhältnis war sehr gut (war zahlten 55 $ Greenfee)

Website des Resorts

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