Tag der offenen European Tour

UPDATE: Die European Tour hat reagiert. Die PDF werden zwar noch bei Google angezeigt, aber sie sind nicht mehr abrufbar. Danke hat noch keiner gesagt.

Vorgestern hatte ich meine Ablehnung der European Tour in der digitalen Post. Keine Angst, es ging nicht um meine angestrebte Profikarriere. Die beginnt ja erst, wenn ich 50 Jahre alt werde. Nein, abgelehnt wurde mein Antrag auf Zugang zum offiziellen Media Centre, das man über die Homepage der ET betreten kann. Als kleiner Blogger war ich denen wohl nicht wichtig genug.

Aber darum ging es mir eigentlich nicht.

Ganz im Gegenteil: Ich bin ganz froh darüber, dass ich offiziell keinen Zugang zum Media Centre bekomme. Es beweist nämlich,  dass einige Infos der ET nicht für die Allgemeinheit gedacht sind. Das Dumme ist nur: Wenn das tatsächlich so ist, dann sollten die Verantwortlichen ihre sensiblen Daten ein wenig besser schützen.

Wer nämlich drei simple Suchbegriffe in Google eingeben kann, der gelangt schnell an eine aktuelle Liste, die ich persönlich nicht so offen im Netz rumliegen lassen würde. Eigentlich liegt sie da auch nicht offen aus. Sie befindet sich nämlich zum Download im total abgeschotteten Media Centre, in das kleine Blogger wie ich keinen Zugang bekommen.

In dem ellenlangen PDF finden sich unter anderem allerhand Telefonnummern und Kontaktadressen. Diese gehören den Managern und Betreuern der für 2014 gemeldeten ET-Spieler.

Ich finde das natürlich toll. Schließlich bin ich so in den Besitz gekommen von E-Mail-Adressen, Mobil- und Festnetznummer meiner Lieblingsmanager. Die Familie Siem, Erwin Langer, Johan Elliot (Kaymers Chabo) und sogar Irek Myskow (Manager von Sergio Garcia) kann ich jetzt ohne Probleme anschreiben, anrufen und mit SMS bombadieren.

Doris Siem habe ich gleich angerufen. Sie war sehr nett. Mit der für Jedermann zugänglichen Liste hat sie keine Probleme. Das geht für sie in Ordnung. „Schließlich soll man mich ja auch erreichen können“, sagt sie. So aus geschäftlichen Gründen. Ihre Mobilnummer findet man aber deshalb trotzdem nicht unter Kontakt auf der Webseite des Sohnemannes. Aber egal.

Mich würde interessieren, ob Irek Myskow es in Ordnung finden würde, wenn er plötzlich Anrufe und Mails seiner unzähligen Sky-Fans bekommt. Das müsste ich ihn mal fragen. Am Besten, ich rufe ihn einfach mal an.

PS: Ich habe der ET eine Mail geschrieben und sie darauf hingewiesen. Mal gucken, wie schnell die Listen weg sind.

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