Tain – Im Schatten von Dornoch

Unsere Bewertung

4 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Der wahre Golfplatz Connoisseur fährt mindestens einmal im Leben in die nördlichen schottischen Highlands. Ziel ist meistens Royal Dornoch. Der nördlichste Open Platz, der es wohl nie werden wird, weil er einfach zu weit weg ist von der dazu benötigten Infrastruktur. Wer also Dornoch als Ziel hat, sollte auf jeden Fall auch die anderen Plätze in der Region berücksichtigen. Einer der besseren davon ist Tain.

Tain ist eine kleine, alte Handelsstadt, die hauptsächlich wegen der dort ansässigen Glenmorangie Distillerie bekannt ist. Wer aber Golfschläger dabei hat, sollte auf jeden Fall eine Runde in dem 1890 von Old Tom Morris designten Platz einplanen. Der als Out and In ausgelegte Linkskurs hat relativ wenig mit modernen Golfkursen gemein. Es beginnt schon mit dem ersten Loch. Abschlag neben dem Proshop garantiert schon viele Zuschauer. Das Fairway ist schön breit und man kann auch etwas verziehen. Interessant ist dann Schlag zwei bei dem 370 yard langen Par 4. Der Name des Loches ist hier Programm. Road. Es geht über eine Strasse und zwei Zäune auf ein schlecht einzusehendes enges, langes Grün. Klasse Anfang. Der Kurs zieht sich danach weiter zwischen Ginstersträuchen hindurch, über Burns und bis Loch 11 auch mal an einem Wald entlang. Alles schöne nette Löcher. Oft stärker ondulierte Fairways und gut geschützte Grüns.

Der berühmte Höhepunkt des Platzes ist aber Loch 11. Alps. Ein 374 Yard langes Par 4. In Fachkreisen auch „Dolly Parton Loch“ genannt. Grund dafür ist, dass der zweite Schlag über zwei halbrunde Hügel auf ein nicht einzusehendes Grün zu schlagen ist. Diese zwei Hügel sorgten aufgrund ihrer Form bei einigen Besuchern und Mitgliedern dazu, dass man das Loch wegen der zwei runden Hügel auch Dolly Parton Loch nannte. Wer davor steht ahnt, warum der Name des Lochs entstanden sein könnte.

Der Rest des Kurses zurück zu Clubhaus bietet noch einige sehr interessante Löcher. Beispielsweise die 14. Das längste Par 4 des Platzes. Enges, onduliertes Fairway und ein nicht allzu breiter, von zwei Bunkern geschützter Grüneingang. Oder die 16 und die 17. Beides schöne Par 3 Löcher. Die 16 recht kurz mit einer Art Inselgrün. Und die 17. Ein 210 Yard langes Par 3 mit einem sehr kleinem Grün, welches auch von einem kleinem Fluss umrundet ist. Den Abschluss bildet ein knapp 340 Meter Par 4, welches nicht allzu schwierig ist, das mit einem kleinen Grün kurz vor dem Clubhaus endet.

Fazit: Der Platz lohnt sich. Nicht nur wegen Loch 11. Etwas „altmodisch“, aber das macht ihn gerade sympathisch. Zudem ist er landschaftlich wunderbar gelegen.

Website des Clubs

Gespielt am 24.09.16

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