Thracian Cliffs – der Bericht

Unsere Bewertung

8 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Wer öfter hier ist, weiß, dass ich normalerweise nicht soooo schnell ins Schwärmen gerate. Aber dieser Platz läßt einem kaum eine andere Möglichkeit. Es ist im großen und ganzen einfach unbeschreiblich.

Die Überlegungen, hierhin zu reisen, begannen Ende letzten Jahres. Unser „ewiger“ Reisebegleiter, der Rüdi, hatte sich von der unaufhörlichen Werbung, die für diesen Platz in den einschlägigen Golfpostillien plaziert wurde, beeinflussen lassen. Und als ich mir die verfügbaren Bilder des Platzes in Ruhe angeschaut hatte, stimmte ich der Reise zu. Auch die Reisegolferin ließ sich überzeugen. Und schon begann die Planung für die Reise. Von der gesamten Reise habe ich schon und werde ich noch berichten. Hier konzentiere ich mich nun auf das Hauptziel der Reise. Den Thracian Cliffs Kurs.

Wenn man auf das Gelände des Platzes fährt und das erste Mal ein paar Löcher sieht, denkt man schon: „wow!“. Wir sind dann am ersten Abend auch etwas um den Platz herum spazieren gegangen, um einige Eindrücke zu bekommen. Diese bestärkten dann unsere Lust, den Kurs zu spielen. An Tag 2 ging es dann auch endlich los. Man muss sich den Platz in drei Höhenebenen vorstellen.  Fast jede Ebene bietet Blicke auf das Schwarze Meer und der Bereich direkt an der Küste besteht aus Kreidefelsen. Allein die Ausblicke ließen einen manchmal vergessen, dass man auch Golf spielen musste. Und das Golf hier war nicht ohne. Der gute, alte Gary Player hatte sich anscheinend schon einige Gedanken gemacht, um die Besucher herauszufordern. Das ganze Konzept war stimmig. Je nach Spielstärke musste man einige Herausforderungen bewältigen.

Es begann mit einem recht einfachen Par 4, bei dem man den Abschlag „einfach“ nur auf das genügend breite Fairway bringen musste und dann musste Schlag 2 „nur“ auf dem Grün bleiben… (gut, das Grün war erhöht und gut von einem tiefen Bunker Richtung Meer geschützt, aber man kann ja auch mal grade spielen…). Jedes Loch hatte seine Herausforderungen und es kam eigentlich nie Langeweile auf. Selbst bei der zweiten Runde entdeckte man immer etwas neues. Zwischendurch durfte ich (wir spielten von Weiß/war grob in der Mitte) an Loch 8 180 Meter carry aus dem Schwarzen Meer kommend auf das Fairway der 8 spielen (was mir nie gelang). Loch 7 spielte man ein Par 3 abwärts grob 70 auf ein recht kleines Grün im Meer… Und so ging es dann immer weiter. Die zweiten 9 befanden sich dann auf der oberen Ebene (knapp 80 Meter oberhalb des Meeres). Man hatte auch dort fast immer einen Blick auf das Meer. Aber für mich war dieser Teil sogar noch etwas schwerer. Man hatte bei fast jedem Abschlag sehr viel hohes Rough zu überqueren und die Fairways waren enger als auf den ersten 9. Aber auch hier war eigentlich nur sauberes Spiel erforderlich. Wer also immer um die 170 Meter carry spielt wird sich hier wohfühlen und kaum Bälle verlieren. Zudem hat hat sehr viel Freude. Es passt einfach alles. Auch der Pflegezustand war optimal. Schnelle Grüns und Fairways wie Teppiche. Nahezu perfekt also.

Fazit: Wer mal was besonderes spielen möchte, sollte sich um eine Reise hierhin kümmern. Ihr werdet es nicht bereuen.

P.S.: bei der ersten Runde dort habe ich 7 Bälle verloren. Entweder im Schwarzen Meer, am Strand oder im tiefen Rough…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.