World Woods, Pine Barrens Course

Unsere Bewertung

7 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Nachdem wir am Vortag den aussergewöhnlichen Quarry Kurs gespielt hatten, ging es am nächsten Morgen zum World Woods GC. Der Club hat zwei 18-Loch Plätze und einen 9-Loch Platz. Die beiden Championshipkurse wurde von Tom Fazio designed. Da der Rolling Oaks Kurs wegen Renovierung gesperrt war und der Pine Barrens Platz in den Top 100 Plätzen der USA gerated war, hatte ich Wochen vorher die Startzeit auf dem Pine Barrens gebucht. Wir wurden nicht enttäuscht.

Nachdem unser Navi den Club erst nicht fand, waren wir etwas knapp mit der Zeit. Letztendlich waren wir dann aber doch pünktlich am ersten Abschlag. Dort bekamen wir vom Starter die längste Einführung, die ich bisher irgendwo gehört hatte. Fast 5 Minuten erzählte uns der gute Mann die Geschichte des Platzes, wie er strukturiert ist, was wir zu beachten hatten und dass alle „Bunker“ als Wast Area zu betrachten waren. Und Sand hatte der Platz ohne Ende. Irgendjemand schrieb mal, der Platz wäre das „Pine Valley des armen Mannes“ (wir zahlten in der Vorsaison 40$ Greenfee). Kann ich zwar nur aufgrund von Bildern beurteilen, da ich Pine Valley wohl nie spielen werde, aber den Platz konnte man auch als grossen, Kiefer gesäumten Bunker mit einigen Fairways und Grüns bezeichnen. Die Bodenverhältnisse waren ideal für einen Golfplatz. Zudem ging es wieder, wie am Vortag, auf und ab. Der Platz war alles andere als flach.

Die Runde begann sehr schön mit einem relativ leichten Par 4, bei dem ich mich an einige Plätze im Sandgürtel westlich von London erinnert fühlte. Ich war zwar nicht überall, aber dies war auf keinen Fall Florida, wie ich es bisher kannte. Der Abschlag ging durch eine Schneise von Kiefern auf ein breites Fairway. Von dort hatte man es nicht allzu weit bis zum Grün. Ein sehr entspannter Anfang. Beim nächsten Loch waren wir alle auch wieder vom Anblick vom Tee begeistert. Sehr hübsch und nicht zu leicht zu spielen. Und so ging es die ersten 9 weiter. Par 3 mit Halbinselgrün, ein für Longhitter in zwei Schlägen erreichbares Par 5 und abwechslungsreiche Par 4 Löcher mit meistens erhöhten Grüns. Das konnte eigentlich nicht mehr getoppt werden. Aber es ging trotzdem.

Nach vier sehr guten Löchern zum Anfang der zweiten 9 (unter anderen ein Par 4 mit alternativen Grüns) kamen wir zum (nach meiner Ansicht) Höhepunkt des Platzes. Loch 14 und 15. Das Grün von Loch 14 (Par 5) kann der Longhitter wieder mit zwei Schlägen erreichen. Diese müssen aber beide äusserst präzise sein. Das Loch ist rechts und links mit Kiefern gesichert und hat an strategischen Stellen riesige Bunker. Für den Schlag ins Grün haben dann die meisten Spieler eine riesige Eiche vor sich, die einem das Leben auch nicht leichter macht. Das erhöhte Grün ist dann zum Abschluss von drei Seiten von tiefen Bunkern geschützt (machte mit einem Bekanntschaft). Hier war der Architekt richtig kreativ. Loch 15 würde ich dann als „Männerloch“ bezeichnen. Das Par 4 ist recht kurz (313 Yards). Man kann entweder mit zwei Schlägen über das breite Fairway zur Linken spielen. Dies haben unsere Damen gemacht. Beide spielten Par. Oder man kann das Grün (oder das kleine Fairway davor) direkt angreifen. 208 Yard bis zum Fairway und 260 Yard bis zum Grün sehen machbar aus. Man muss aber sehr genau spielen. Und das waren wir beiden Männer in dem Moment nicht. Die Länge war zwar da, aber beide verzogen nach rechts… Na ja. Klappt halt nicht immer… Danach gab es noch drei wunderschöne Löcher zum Abschluss und wir waren nach der Runde rundum glücklich. Wer also nach Florida kommt, sollte nicht nur an Sawgrass und das Blue Monster denken. Macht Euch auf Richtung Brooksville. Es wird keiner enttäuscht werden.

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