Die all-time Top 10 Golfplätze vom Reisegolfer

Ich habe schon einige Jahre immer wieder meine Top 10 Golfplätze überarbeitet auf unserer Website. Da ich seit letztem Jahr nun 400 verschiedene Plätze gespielt habe, ist dies ein weiterer guter Grund, noch einmal in mich zu gehen und zu überlegen, welches die 10 besten davon sind. Hier nun das Ergebnis der langen Überlegungen. Es sind übrigens nur zwei Parklandplätze dabei.

10: Cruden Bay

Viel Historie, hohe Dünen, teils tolle Aussichten und kaum schwache Löcher. Ursprünglich von Old Tom Morris und A. Simpson Ende des 19. Jahrhunderts ausgelegt und von den großartigen Architekten Tom Simpson und Herbert Fowler 1926 umgebaut, gehört er klar zu den besten Plätzen in Schottland. Und der 9-Loch St.Olaf Course im Inneren des Championship Course ist auch eine schnelle Runde wert.

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9: Kawana Fuji

Etwas exotisch und nicht so sehr von europäischen Golfurlaubern besucht, bietet Japan einige großartige Golfplätze. Hervorzuheben dabei ist der auf der Izu Halbinsel, südlich von Tokio, gelegene Fuji Kurs des Kawana Resorts. 1936 designed von Charles Hugh Alison sind besonders die für den Architekten typischen Bunker und die aus meiner Sicht herausragende Vielfalt zu erwähnen. Loch 15, bergab am Pazifik entlang, gehört für mich zu den besten Par 5, die ich kenne. Ach ja. Und bei gutem Wetter sieht man sogar den Mt. Fuji.

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8: Swinley Forest

Harry Colt, der Architekt des Platzes, sagte über sein Werk einmal, es wäre sein „least bad course“. Ist was dran. Ich habe selten eine Ansammlung von Weltklasse Par 3s und aussergewöhnlichen Par 4s erlebt, wie auf diesem Par 69 Kurs nahe Ascot im Westen von London. Zudem fühlt man sich bei dem Club in eine andere Zeit versetzt. Der Club ist halt anders.

Website hat der Club nicht. Ich habe meine Startzeit per Brief angefragt. :-)

7: North Berwick, West Links

Der West Links in North Berwick ist einer der Klassiker, die man unbedingt gespielt haben sollte in seinem Leben. Alleine schon wegen des Par 3 Loch 15. Das Redan. Eines der meistkopierten Golflöcher der Welt. Aber auch die anderen Löcher sind teils aussergewöhnlich. Bei Loch 13, The Pit, ist beispielsweise das Grün durch eine Steinmauer geschützt. Die Runde dort wird niemand bereuen.

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6: Prestwick GC

Zusammen mit dem Old Course in St. Andrews der Klassiker. Geburtsort der Open Championship, die dort 1860 zum ersten Mal stattfand. Berühmt für die gelebte Geschichte, viele blinde Löcher, „The Alps“, den Sahara Bunker und das tolle Lunch.

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5: Royal Portrush

2019 findet dort endlich wieder die Open Championship statt. Harry Colt ist ein echtes Meisterwerk gelungen. Großartige Grüns, ein spannendes Routing durch die Dünen und Rough, das man besser vermeiden sollte. Das alles mit fast immer wehendem Wind vom Atlantik. Der „Big Nelly“ Bunker wird zwar für die Open 2019 aus dem Spiel genommen (Loch 17 und 18 gelten als zu leicht für die Open), aber ich denke, dass der Platz auch nach dem Umbau durch Martin Ebert weiterhin Weltklasse sein wird.

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4: Kingsbarns

Ich hätte es nicht erwartet, aber man kann in Schottland moderne Linkskurse bauen, die mich durch ihre Klasse noch überraschen. Kyle Phillips hat quasi aus dem Nichts einen natürlich wirkenden Weltklasse Linkskurs an einem Ort gebaut, wo es sicher wenige für möglich gehalten hätten.

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3: Royal Dornoch

Dornoch war der erste wirkliche Weltklasse Kurs, den ich in meiner Karriere spielen durfte. Am Ende der Welt gelegen, bietet Royal Dornoch einen zeitloses Design, das meist den Elementen ausgesetzt ist. Der Platz macht viel Spaß, sieht klasse aus und ist zudem fair. Tom Watson hat sich hier oft vor seinen 5 Open-Siegen vorbereitet. Hervorzuheben ist Loch 14. Foxy. Harry Vardon (6-maliger Open-Champion) nannte es mal das natürlichste Golfloch der Welt. Ein Traum in Gelb und Grün ist der Platz zur Ginsterblüte im Mai.

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2: Barnbougle Dunes

Ich dachte mal, dass Dornoch im Norden Schottlands am Ende der Welt liegt. Aus unserer mitteleuropäischen Sicht trifft dies aber eher auf das Meisterwerk von Tom Doak und Michael Clayton im Norden Tasmaniens zu. Wer hier hinfährt, plant dies lange vorher. Spontane Besuche vermute ich hier eher kaum. Barnbougle Dunes bietet das beste Preis/Leistungsverhältnis, was ich je spielen durfte. Weltklasse Golfplatz in den Dünen Nahe Bridport. Hier stimmt einfach alles. Sogar bei manchen Wegen zum nächsten Abschlag ist man beeindruckt (von der 4 zur 5). Hier stimmt einfach alles.

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1: St. Andrews, Old Course

Hier könnte es kontrovers werden. Ich habe schon einige getroffen, die über den Old Course in St. Andrews nach ihrer Runde dort recht verhalten urteilten. Ich kann das teils nachvollziehen. Wenn man mit höchsten Erwartungen dort hinkommt und man seine Runde spielt, ist man vielleicht enttäuscht, weil man mehr erwartet hatte. Ich hatte nach knapp 350 Plätzen, die ich vorher schon spielen durfte, auch meine Erwartungen. Aber diese wurden erfüllt. Ich verstand nach der Runde, warum so viele Golfarchitekten von diesem Platz schwärmen und warum er für so viele Löcher Vorbild war. Ich kann auch schwer an einzelnen Löchern bestimmen, was den Reiz ausmacht. Es ist einfach die Natürlichkeit und die Stimmigkeit der Löcher und des Platzes. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächste Runde dort, um den Platz noch besser studieren zu können

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