Koninklijke Haagsche Golf & Country Club

Unsere Bewertung

9 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Wenn man sehr viele verschiedene Golfplätze spielt, entwickelt man irgendwann gewissen Routinen. Man merkt sich besonderes, notiert sich ungewöhnliches u.s.w. Es kommt aber immer seltener vor, dass man schon vom ersten Blick auf einen Platz begeistert ist. Und dieses Gefühl sich den ganzen Platz lang hält. Dieses Gefühl hatte ich das erste Mal seit langer Zeit wieder in den Niederlanden. Genau gesagt in Royal Hague. Oder auch (im Original) Koninklijke Haagsche Golf & Country Club in Wassenar.

Der Platz etwas nördlich von Den Haag stand schon lange auf meiner Liste, aber bisher hatte es irgendwie nicht geklappt. Immer wenn ich in der Nähe war, war der Platz belegt oder es war ein Feiertag in den Niederlanden. Nun hatte es aber endlich geklappt und ich stand mit der Reisegolferin auf dem ersten Abschlag in „Royal Hague“, wie es der Brite nennt. Und ich war beim Anblick der sichtbaren Bahnen voller Vorfreude.

Auch wenn der Platz als das beste Design von Harry Colt in Kontinentaleuropa gilt, ist die meiste Arbeit von seinem Kompagnon Hugh Alison gemacht. Einen Vorteil hatten die beiden, da sie für ihr Design das vielleicht beste Gelände bekamen, welches zu der Zeit (1938) auf dem europäischen Kontinent zur Verfügung stand. Wildes Dünenland nicht weit von der Nordsee entfernt. Auch wenn diese nie zu sehen ist, spürt man die Nähe doch. Auch an sehr warmen Tagen gehört der Wind, der meist von der Nordsee kommt, zum Spiel.

Die Runde beginnt neben dem Caddiehaus an einem der höchsten Punkte des Platzes. Man überblickt einen Großteil des Platzes und schaut, wohin man denn nun am besten seinen Abschlag spielen soll. Das Fairway ist nicht vollständig zu sehen, aber man weiß, wo man hinspielen muss. Blinde (oder halbblinde) Schläge gibt es immer wieder während der Runde. Die machen das ganze aber auch interessant. 

Royal Haagsche hat unheimlich viel Abwechslung zu bieten. Jede Bahn ist anders. Und es gibt viele herausragende Löcher. Ich fand z.b. Loch 3 herausragend. Ein relativ kurzes Par 4 mit Dogleg nach rechts. Vom Abschlag aus sieht man nur einen Teil des Fairways. Und dieser ist nicht allzu tief. Um dorthin zu kommen, muss man auch ein tiefes Tal überspielen. Loch 3 hat keine Bunker und braucht auch keine. Das Grün ist auf dem höchsten Punkt des Platzes und dadurch immer den wechselnden Winden ausgesetzt. Sehr interessantes Loch. 

Auch toll ist Loch 9. Wieder über einen Hügel anzuspielen, sollte der zweite Schlag aus einem Tal vor dem hohen Grün gespielt werden. Achtung. Wenn das Grün zu kurz oder zu weit rechts getroffen wird, rollt der Ball wieder vom Grün. Mein anderer Favorit ist die 15. Mittellanges Par 4, bei dem das Grün bei einem perfekt getroffenen Abschlag beim anspielen nicht genau einzusehen ist, das es links von einem Hügel verdeckt ist. Das Problem für mich ist, dass ich noch viel tolle Löcher im Detail beschreiben müsste, da der Platz voll davon ist. Das würde aber zu weit führen. Ich kann nur jedem echtem Golfplatzliebhaber empfehlen, einmal im Leben hier zu spielen. Der Platz ist jeden Euro des nicht gerade geringen Greenfees wert.

Fazit: Einer der besten Plätze, die es in Europa gibt

Gespielt am 20.06.2018

 

 

Zusammenfassung
Gespielt am
Bewerteter Platz
Royal Hague
Bewertung
51star1star1star1star1star

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