Olympia 2016: Ranking the Field

Heute ist es so weit. Nach 112 Jahren ist Golf wieder olympisch. Da sich das 60 Teilnehmer zählende Feld zwischen Weltranglistenplatz 5 und Weltranglistenplatz 405 auffächert, scheinen die Medaillenkandidaten begrenzt zu sein. Aber Golf ist eben Golf. Wenn jemand die Woche seines Lebens hat, kann auch ein Außenseiter gewinnen. Ganz besonders auf einem Kurs, der so windanfällig ist wie der Olympiaplatz von Gil Hanse. Angesichts der stürmischen Wettervorhersage können die dreieinhalb Stunden Startunterschied zwischen dem ersten und dem letzten Flight schon einiges ausmachen. Doch auch unter Idealbedingungen reicht es nicht aus, die Weltrangliste von oben nach unten durchzugehen um die Favoriten zu finden. Aus diesem Grund versuchen wir uns hier an einem Ranking der Teilnehmer, das mehr auf die aktuelle Form eingeht.

60. Jose-Felipe Lima

OWGR: 405.
Der Portugiese rückte erst durch die späte Absage von Camilo Villegas ins Feld. Entsprechend ist es für ihn schon ein Erfolg als Vorletzter das Turnier zu beenden. Zwar hat Lima in diesem Jahr schon gewonnen, bei der Najeti Open auf der Challenge Tour, das war aber vor acht Wochen. Seither schaffte er in der europäischen zweiten Liga nur zwei Cuts und war nie besser als 29.

59. Rodolfo Cazaubon Junior

OWGR: 381.
Der Mexikaner spielt auf der web.com Tour und machte in diesem Jahr immerhin mit einem dritten Platz bei der Puerto Rico Open auf sich aufmerksam. Seither landete er aber nur noch einmal in den Top 35. Und bei seinen 17 Starts in diesem Jahr durfte er nur elf Mal am Wochenende spielen. Für die zweite Liga eher dürftig.

58. Roope Kakko

OWGR: 298.
Das European-Tour-Event der letzten Woche lassen wir mal außen vor, weil es Matchplay war. Bei seinen letzten fünf Zählspielen verpasste der Finne vier Mal den Cut. Überhaupt hat er im ganzen Jahr nur eine Top 30 eingefahren.

57. Danny Chia

OWGR: 242.
Ein Sieg und zwei zweite Plätze in diesem Jahr, das hört sich erst einmal stark an. Aber der Mann aus Malaysia erzielte diese Resultate auf der Asian Development Tour. Eine Stufe höher, auf der Asian Tour, verpasste er zuletzt drei von vier Cuts

56. Siddikur Rahman

OWGR: 318.
Mit einem zweiten Platz auf der European Tour ließ der Golfer aus Bangladesch aufhorchen. Aber es war auch nur die Mauritius Open. Und seit 26 Wochen hat er ansonsten kein Resultat unter den ersten 50 zu Buche stehen – und wir reden hier wohlgemerkt von der Asian Tour.

55. Shingo Katayama

OWGR: 124.
Früher sorgte der japanische Cowboy auf den großen Touren für Aufsehen. Jetzt sieht man ihn eigentlich nur noch auf der Japan Tour. Und selbst da konnte er in den letzten 15 Wochen gerade mal ein Top-40-Resultat einfahren.

54. Adilson da Silva

OWGR: 288.
Auch der Lokalmatador kennt den Platz nicht, er verpasste das Testevent. Hauptsächlich spielt da Silva auf der Sunshine Tour wo er zuletzt drei Top 5s landete. Doch bei stärkeren Feldern ist er nicht mehr vorne zu finden.

53. Hao Tong Li

OWGR: 155.
Sein letztes gutes Resultat fuhr der Chinese bei der BMW PGA Championship mit Platz 27 ein. Danach folgten vier verpasste Cuts in Folge. Die Formkurve zeigt also steil nach unten.

52. SSP Chawrasia

OWGR: 229.
Shiv Shankar Prasad gewann in diesem Jahr sein Heimatturnier, die Indian Open. Das war allerdings vor 21 Wochen und seither fand er sich in den Ergebnislisten der Asian und European Tour nur einmal in den Top 35 wieder.

51. Jeunghun Wang

OWGR: 75.
Der Koreaner liegt im Race to Dubai in den Top 30, was er seinen Back-to-Back-Siegen bei der Trophee Hassan II und der Mauritius Open verdankt. Seither sind einige Monate ins Land gezogen und Wangs Form hat sich verflüchtigt. Bei seinen letzten fünf Starts verpasste er vier Mal den Cut, unterbrochen nur von einem 22. Platz bei der Open de France.

50. Wu Ashun

OWGR: 142.
Und noch ein Sieger aus diesem Jahr findet sich in diesem Ranking überraschend weit hinten. Der Chinese gewann vor gut zwei Monaten die Lyoness Open.. Es folgten zwei verpasste Cuts und zuletzt ein 45. Rang. Am meisten Sorge machen sollte allerdings, dass der Sieg Ashuns einziges Top-30-Ergebnis in den letzten 27 Wochen war.

48. Scott Hend

OWGR: 78.
Der Australier sollte eigentlich einen Heimvorteil haben, weil der Olympiaplatz den berühmten Plätzen aus dem Sendbelt von Melbourne nachempfunden ist. Aber abgesehen von einem Sieg auf der Asian Tour kam von ihm zuletzt nicht viel. Meist fand er sich im hinteren Mittelfeld ein.

48. Graham DeLaet

OWGR: 145.
Die Kanadier sehen sich ja als Titelverteidiger bei diesem Event, aber DeLaet dürfte die geringeren Chancen haben. Zwar schaffte er zuletzt auf der PGA Tour Platz 8 und 29 – das geschah aber bei den sogenannten Second Tier Events auf denen sich nur die Hinterbänkler tummelten. Sein letztes gutes echtes PGA-Ergebnis war vor 17 Wochen ein 14.Platz bei seinem Heimturnier.

47. Fabian Gomez

OWGR: 79.
Der Argentinier hat einen Beinahe-Heimvorteil in Rio und sollte als einer der wenigen aus den Top 100 eigentlich höher geführt sein. Aber wer von seinen letzten sieben Starts fünf Mal das Wochenende verpasst und für die letzte Top 35 ganze 14 Wochen zurückgehen muss, hat einen schweren Stand.

46. Miguel Tabuena

OWGR: 146.
Der Filipino gehört ebenfalls zum Asian-Tour-Kontingent. Zwar konnte er in den letzten 25 Wochen gerade einmal zwei Top-20-Resultate einfahren, vor zwei Wochen war aber immerhin ein zehnter Rang darunter.

45. Lin Wen-Tang

OWGR: 234.
Der Taiwanese schwebt derzeit noch zwischen der ersten und zweiten asiatischen Liga, aber eine gute Saison sollte ihn endgültig in der oberen Klasse verankern. Zwei Top-5-Ergebnisse fuhr er zuletzt auf der Asian Tour ein.

44. Espen Kofstad

OWGR: 301.
Die kurzzeitige Form stimmt bei dem Norweger, gewann er doch letzte Woche mit der Slovakia Challenge sein drittes Karriere-Event auf der Challenge Tour. Insgesamt belegt er dort für die Saison Platz 10 im Ranking und hat gute Chancen auf eine Versetzung auf die European Tour. Allerdings fuhr er in den drei Wochen vor seinem Sieg eher maue Resultate ein.

43. Seamus Power

OWGR: 295.
Weil Rory, G-Mac und Shane Lowry keinen Bock hatten, ist Seamus Power ins irische Team gerückt. Er spielt aktuell auf der web.com Ranking und dürfte nächstes Jahr auf die PGA Tour kommen, da er im Saisonranking Platz 9 belegt. Grund dafür war eine starke Phase mit drei Top-11-Ergebnissen vor gut zwei Monaten. Seither folgten aber schwache Auftritte mit drei verpassten Cuts.

42. Thorbjörn Olesen

OWGR: 68.
Der Däne hätte beinahe die BMW Open im Lärchenhof gewonnen, musste sich dann aber mit dem zweiten Platz begnügen. Es scheint jedoch ein Ausreißer gewesen zu sein. In den zwei Starts davor und den vier danach schaffte er es nicht ins Wochenende.

41. Anirban Lahiri

OWGR: 69.
Eine ganze Zeit lang war der Inder immer mein Geheimtipp auf der PGA Tour aber das hat sich in den letzten Wochen geändert. Vor drei Monaten fuhrt er seine letzte Top 30 ein – es war das einzige Ergebnis unter den ersten 60 bei seinen letzten sechs Starts.

40. Marcus Fraser

OWGR: 90.
Auch Fraser hätte eigentlich nichts bei Olympia zu suchen gehabt, aber seine australischen Landsleute befiel ja bekanntermaßen ein Fall von akuter Unlust. Zwar machen seine letzten beiden Ergebnisse mit Rang 73 und einem verpassten Cut wenig Mut, aber das waren ja auch Majors. Davor hatte er immerhin Platz 38 bei einem WGC-Event und einen 21. Rang bei der BMW Open.

39. Gavin Kyle Green

OWGR: 289.
Der Mann, der wie eine skandinavische Golfmode-Marke klingt, kommt aus Malaysia und hat dieses Jahr schon zwei Siege und zwei zweite Plätze eingefahren. Allerdings kamen sie auf der Asian Development Tour, wo er auch die Order of Merit anführt. Was das in stärkeren Feldern zu bedeuten hat, ist allerdings völlig offen,

38. Felipe Aguilar

OWGR: 265.
Bei seinen letzten sieben Starts auf der European Tour landete der Chilene immerhin fünf Mal am Wochenende. Allerdings sprangen in den letzten 15vWochen nur zwei Top30-Finishes heraus. Das dürfte auch sein Ziel im kleinen Olympia-Feld sein.

37. Kiradech Aphibarnrat

OWGR: 60.
Der Thai ist so ein bisschen eine Wundertüte. Wer ihn und seinen fünften Platz bei der BMW Open gesehen hat, wird große Stücke auf den Longhitter halten. Das war allerdings sein einziges Resultat unter den Top 50 in den letzten 18 Wochen.

36. Brandon Stone

OWGR: 96.
Nach der Absagen-Epidemie im südafrikanischen Team steht jetzt also Brandon Stone im olympischen Aufgebot. Zwar hatte er am Anfang des Jahres seinen ersten European-Tour-Sieg, bei den letzten beiden Starts verpasste er aber den Cut. Die waren allerdings bei Majors. Davor belegte er Rang 5 bei der Open de France. Er könnte für eine Überraschung gut sein.

35. Yuta Ikeda

OWGR: 95.
Bei seinen letzten beiden Ausflügen von der Japan Tour schaffte er immerhin den Cut in zwei Majors. Allerdings hat er auf seiner Heimattour nach einem starken Lauf zu Beginn der Saison nicht mehr so richtig in Tritt gefunden. In 12 Wochen ist er dort nur einmal in den Top 20 gelandet.

34. Ryan Fox

OWGR: 156.
Der Neuseeländer mischt aktuell die Challenge Tour auf und wird nächstes Jahr auf der European Tour zu sehen sein. Im Ranking belegt er aktuell Platz 4 dank zuletzt einem Sieg und drei weiteren Top-7-Ergebnissen in fünf Starts.

33. Nino Bertasio

OWGR: 308.
Auf der European Tour schaffte der Italiener zuletzt sechs von achts Cuts und landete dabei fünf Mal unter den besten 21. Allerdings waren das die schächer besetzten Turniere. Bei der Scottisch Open war er nur 34., bei der Open de France verpasste er sogar den Cut.

32. Mikko Illonen

OWGR: 237.
Der Finne war eigentlich weit weg vom Schuss, hat sich zuletzt aber zurückgekömpft mit drei Top-25-Ergebnissen auf der European Tour bei seinen letzten vier Zählspiel-Starts, darunter die Scottish Open (auf einem ebenfalls von Gil Hanse designten Platz) und die Open de France.

31. Julien Quesne

OWGR: 133.
Sein vierter Platz bei der BMW PGA Championship vor elf Wochen war einer seiner größten Karriere-Erfolge. Danach legte er noch Platz 16 bei der Open der France hin und lief als 34. bei der Scottish Open ein. Einziger Aussetzer dazwischen war ein verpasster Cut bei der BMW Open. Solide, aber unspektakulär.

30. David Hearn

OWGR: 139.
Seinen verpassten Cut bei der Canadian Open kann man vielleicht mit dem Heimdruck entschuldigen an dem auch schon Rory McIlroy und Martin Kaymer gescheitert sind. Davor schaffte der Kanadier aber sechs Cuts, darunter einen zwölften Platz bei der Quicken Loans Championship.

29. Fabrizio Zanotti

OWGR: 153.
Bei seinen letzten fünf Starts auf der European Tour war der Mann aus Paragay im Wochenende, landete aber nach seinem starken 7. Platz bei der BMW PGA Championship meist im Mittelfeld.

28. Thongchai Jaidee

OWGR: 43.
Machen wir uns nichts vor: Wenn Jaidee den Olympiasieg davon trägt, wäre das keine Riesen-Sensation – immerhin gewann der älteste Teilnehmer im Feld die Open de France. Seine letzten Resultate deuten aber eher auf einen Mittelfeldplatz hin: verpasster Cut bei der Scottish Open, 22. bei der Open Championship und 73. bei der PGA Championship.

27. Byeong Hun An

OWGR: 35.
Rein nach Weltrangliste ist der Koreaner einer der besten Teilnehmer im Feld. Und er schaffte auch sechs seiner letzten sieben Cuts in meist hochklassigen Feldern. Aber die Tendenz ist beunruhigend: Dies waren seine letzten Resultate in chronologischer Reihenfolge: 11., 23., 44., 49., 59., verpasster Cut.

26. Cheng Tsung Pan

OWGR: 203.
Pan wer? Der Taiwanese spielt aktuell auf der web.com Tour und könnte als aktuell 12. der Rankings nächstes Jahr auf der PGA Tour aufteen. Grund dafür (und für seine relativ hohe Platzierung in diesem Ranking) ist seine aktuelle Form: Zuletzt hatte er fünf Top-16-Resultate in Folge.

25. Danny Lee

OWGR: 45.
Der Neuseeländer ist immer Mal für ein Spitzen-Resultat gut wie sein dritter Platz bei der Scottish Open auf dem von Gil Hanse entworfenen Castle Stuart zeigt. Ansonsten war er in letzter Zeit allerdings meist so um Platz 50.

24. Jaco Van Zyl

OWGR: 71.
Der Südafrikaner ist die große Unbekannte im Feld. Schließlich hat er für Olympia tatsächlich zwei Majors sausen lassen. Einerseits bedeutet dies, dass er von allen Teilnehmern am Fokussiertesten auf dieses Turnier ist. Andererseits weiß niemand, vermutlich nicht einmal er selber, ie seine Form im Vergleich zur Konkurrenz ist: In den letzten 17 Wochen hat Van Zyl nur sechs Turniere gespielt und bei den letzten drei davon riss er auch keine Bäume aus.

23. Nicolas Colsaerts

OWGR: 127.
Der Olympia-Platz hat kein Rough wodurch Bomber wie Colsaerts eigentlich einen Vorteil haben sollten. Das bewies auch sein dritter Platz auf dem recht offenen Castle Stuart. Dort wie auch mit Platz 46 bei der Open bewies er, dass er gut mit Wind umgehen kann, was bei Olympia von Vorteil ist.

22. Joost Luiten

OWGR: 66.
Nach zwei verpassten Cuts war sein 33. Platz bei der PGA Championship wieder etwas ermutigend. Er hofft sicherlich, dass es ein Zeichen dafür ist, dass seine Form zurückkommt, die ihn aktuell auf Platz 15 im Race to Dubai führte. Allerdings ist die Gefahr groß, dass es ein Ausrutscher war.

21. Bernd Wiesberger

OWGR: 58.
Der Österreicher hat stets betont wie sehr er sich auf Olympia freut. Freuen dürfte er sich vor allem, dass es kein Major ist, denn bei den letzten dreien verpasste er den Cut. Dazwischen lagen aber Platz 7 bei der BMW Open und Platz 11 bei der Open de France. Angesichts der Größe und Stärke des Feldes ist ähnliches nicht unrealistisch.

20. Ricardo Gouveia

OWGR: 131.
Der portugiesische European-Tour-Rookie ist auf bestem Weg seine Tourkarte zu halten. Zuletzt schaffte er fünf Cuts in Folge und landete meist im oberen Mittelfeld. Das ist auch bei Olympia realistisch.

19. David Lingmerth

OWGR: 52.
Beinahe hätte ihm Alex Noren den schwedischen Startplatz noch weggeschnappt. Aber seit Lingmerth die Quali sicher hat, hat er sich auch mit einem 22. Platz bei der PGA Championship aus einer kleinen Formschwäche geholt. Dass die ausgerechnet aus schottischen Linksplätzen kam, gibt angesichts des Olympia-Designs allerdings zu denken.

18. Thomas Pieters

OWGR: 64.
Aus irgendeinem Grud tendiere ich dazu, den Belgier überzubewerten. Irgendwie sagt mir ein Bauchgefühl, dass er kurz vor dem großen Durchbruch steht. Und tatsächlich hat er auch seit zwölf Wochen keinen Cut mehr verpasst und landete bei der Open, der Scottish Open und der Open de France in den Top 30. Eine Medaille ist durchaus möglich.

17. Danny Willett

OWGR: 9.
Nach seinem Masters-Sieg ist der Engländer ein wenig auf dem Leaderboard abgetaucht. Sein letztes Finish in den Top 50 hatte er bei der U.S. Open, aber immerhin gehört er zu den wenigen Spielern, die den Cut bei allen vier Majors geschafft haben. Seine Grundqualität ist zu hoch um bei Olympia abzustinken, aber ein erneutes Wunder sollte man vorsichtshalber nicht erwarten.

16. Gregory Bourdy

OWGR: 107.
Ganz still und leise hat sich der Franzose wieder in Form gebracht. Zuletzt schaffte er sechs von sieben Cuts, darunter 18. Plätze bei der U.S. Open und der PGA Championship. Eine Olympia-Sensation ist nicht ausgeschlossen.

15. Rickie Fowler

OWGR: 8.
Was ist nur mit Fowler los? In den letzten 14 Wochen hatte er nur ein Top-30-Resultat. Allerdings ist der Amerikaner vollkommen im Olympia-Fieber, was ihm eine Zusatzmotivation verschaffen sollte um die Formkrise zu überwinden.

14. Bubba Watson

OWGR: 6.
Ähnlich wie Kollege Fowler sucht auch Bubba seine Form, man könnte sogar sagen seit März. Seit dem Sieg bei der Northern Trust Open und dem anschließenden zweiten Platz bei der Cadillac Championship hatte er nur ein Top-20-Ergebnis auf der PGA Tour.

143. Alex Cejka

OWGR: 119.
Cejka wird sicher nicht Olympiasieger. Dazu ist sein putten zu schwach. Aber die Form ist gut genug für ein Ausrufezeichen wie seine letzten Platzierung auf der PGA Tour zeigen. Dort war er Fünfte und Elfter.

12.Matteo Manassero

OWGR: 338.
Manassero wäre ohne die vielen Absagen gar nicht im Feld. Entsprechend verwunderlich ist seine hohe Platzierung hier sicherlich. Aber zum Einen war er von Anfang an eine der Werbefiguren für die olympische Golf-Bewegung, zum anderen schaffte er zuletzt vier von sechs Cuts auf der European Tour, darunter drei Top-15-Ergebnisse. Eines davon war ein dritter Rang bei der Scottisch Open, die viele Ähnlichkeiten mit Olympia aufweist.

11. Rafael Cabrera Bello

OWGR: 29.
Der Spanier hatte das gesamte Jahr über nur einen verpassten Cuts und kam bei den Majors auf den Rngen 17, 32, 39 und 49 ein. Allerdings fehlen die ganz großen Spitzenresultate abgesehen von einem vierten Platz bei der Open de France: in den letzten siebe Starts war das sein einziges Finish in den Top 20.

10. Sören Kjeldsen

OWGR: 44.
Der Däne hat sich klammheimlich in die erweiterte Ryder-Cup-Diskussion gespielt. Nicht zuletzt dank eines neunten Platzes bei der Open und einem 33.Platz bei der PGA Championship. Mit fünf geschafften Cuts und viel Winderfahrung aus seiner Heimat ist er ein Medaillenkandidat.

9. Jhonattan Vegas

OWGR: 80.
Noch vor wenigen Wochen hatte man den Venezuelaner abgeschrieben. Dann wurde er vierter bei der Barbasol Championship, gewann die Canadia Open und belegte beim letzten Major des Jahres Rang 22. Resultat: Ein Sprung in der Weltrangliste von 203 auf 80 und eine gute Außenseiterchance bei Olympia.

8. Padraig Harrington

OWGR: 128.
„Die meisten hier im Olympischen Dorf fragen sich, welche Sportart ich trainiere“ witzelte Harrington angesichts seines Alters. doch man sollte ihn nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wie Manassero war Harrington einer, der für Golf bei Olympia gekämpft hat. Und die Form stimmt: sechs geschafft Cut in Folge, darunter Platz 13 bei der PGA Championship.

7. Justin Rose

OWGR: 12.
Der Engländer hat zwar seit seiner Verletzung noch kein Ergebnis in den Top 20, aber seine Formkurve zeigt wieder nach oben. Und wer bei den letzten zwei Majors auf Platz 22 landet, gehört auf jeden Fall zu den erweiterten Gold-Favoriten.

6. Emiliano Grillo

OWGR: 39.
Es steht zu befürchten, dass die Fairways des Olympia-Kurses arm an Zuschauern sein werden. Aber wenn es ein Kontingent lautstarker Fans gibt, dann kommen sie vermutlich aus Argentinien. Insofern dürfte Grillo einen kleinen Heimbonus genießen – und die Form stimmt. Er schaffte zuletzt acht Cuts in Folge, darunter fünf Resultate in den Top 15. Unter anderem bei so kleinen Turnieren wie der PGA Championship, der Open, einem WGC und dem Memorial.

5. Martin Kaymer

OWGR: 50.
Der Deutsche hat von allen Teilnehmer die längste Serie an geschafften Cuts: 12 Stück, darunter alle Majors stehen bei ihm zu Buche. Vor allem aber stimmt die Tendenz: in den letzten sieben Turnieren landete Kaymer fünf Mal in den Top 15. Und bei der PGA Championship war er zusammen mit Henrik Stenson der beste Olympionike.

4. Matt Kuchar

OWGR: 20.
Kuchar ist Mr. Consistency: In den letzten 20 Wochen verpasste er nur einen Cut, die Hälfte seiner letzten zehn Starts beendete er in den Top 6. Dass Kuchar bis vor wenigen Tagen nicht mal wusste, wie der olympische Modus aussieht? Schwamm drüber.

3. Patrick Reed

OWGR: 14.
Beim Ryder Cup hat Reed bewiesen, dass er unglaublich gerne für sein Land spielt. Die Motivation dürfte also kein Problem sein. Und auch die Form stimmt: seine letzten vier Starts – darunter zwei Majors – beendete Reed unter den besten 15.

2. Sergio Garcia

OWGR: 11.
Der Spanier hat einen Major-Fluch. Aber vielleicht wird ja Olympia seine große Liebesbeziehung. Die Form stimmt zumindest. Bei seinen letzte fünf Starts landete er vier Mal in den Top 5 – zwei davon waren Majors.

1. Henrik Stenson

OWGR: 5.
Der Schwede gilt überalls als Top-Favorit und das hat seinen Grund: bei seinen letzten vier Starts gewann er zwei Mal und schnitt nie schlechter als 13 ab. Tatsächlich hätte er von den vier Malen drei Mal Gold gewonnen wenn man nur die Olympia-Teilnehmer heranzieht. Stenson ist aktuell den restlichen Teilnehmern so überlegen, dass alles andere als eine Medaille eine Riesen-Enttäuschung wäre.

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